Protuberanz

left|25px|Begriffsklärung Dieser Artikel befasst sich mit Sonnenprotuberanzen, andere Bedeutungen unter Protuberanz (Begriffsklärung)

[[Bild:Protuberanz.jpg|300px|thumb|Große Protuberanz, aufgenommen von Skylab. Weitere kleine Protuberanzen sind darüber und am linken Bildrand erkennbar]] thumb|300px|eruptive Protuberanz

Protuberanzen sind Materieströme auf der Sonne, die am Rand der Sonnenscheibe als matt leuchtende Bögen beobachtet werden können. Erscheinen sie als dunkle, fadenförmige Strukturen vor der Sonnenscheibe, so werden sie Filamente genannt.

Protuberanzen erscheinen oft als große Bögen, die weit ins All hinausragen. Oft haben sie eine Länge von einigen hunderttausend Kilometern, 40.000 km Höhe und 5.000 km Dicke. Besonders starke Ströme können auch über eine Million Kilometer weit über die Sonnenoberfläche aufsteigen, wobei der Bogen abheben kann und dabei die Materie ins Weltall schleudert.

Man unterscheidet zwei Arten von Protuberanzen:

Die Beobachtung von Protuberanzen war vor einigen Jahrzehnten nur während einer Sonnenfinsternis möglich, da die Leuchtkraft dieser Eruptionen vielfach schwächer als jene der Photosphäre ist. Seit der Erfindung von Instrumenten, die teilweise eine Art künstlicher Sonnenfinsternis erzeugen, sind jederzeit Beobachtungen und Messungen möglich. Solche Instrumente sind:


Siehe auch: Sonnenteleskop, Spektrograf, Magnetik, Flare, Sonnenaktivität, Sonnenfleck, Sonnenwind

See also: Protuberanz, Beobachtung, Erfindung, Eruption, Feldlinie, Flare, Interferenzfilter, Ionisation, Koronograf