Psychopharmaka
Psychopharmaka (Singular: Psychopharmakon) bzw. Psychotropika (Singular:: Psychotropikum) sind Medikamente, die auf die Psyche des Menschen einwirken, also psychoaktiv sind. Sie verändern die Stimmung und die Informationsaufnahme und -verarbeitung des Anwenders.
Sie sind Mittel für die Behandlung psychischer Störungen und neurologischer Krankheiten. Einige Psychopharmaka werden auch eingesetzt, um Symptome organischer Krankheiten zu behandeln oder als Narkosemittel. Psychopharmaka beeinflussen biochemische oder physiologische Vorgänge im Gehirn, so z.B. den Neurotransmitter-Stoffwechsel.
Die drei wesentlichen Gruppen sind:
- Neuroleptika wirken bei Psychosen gegen Halluzinationen und Wahnideen
- Antidepressiva wirken bei Depressionen stimmungsaufhellend, antriebssteigernd oder angstvermindernd.
- Tranquilizer, Sedativa (Beruhigungsmittel), Hypnotika (Schlafmittel) und Antiepileptika bzw. Antikonvulsiva wirken angstlösend, beruhigend, krampflösend oder einschläfernd.
Auch viele Drogen können zu den Psychopharmaka gezählt werden, z. B. Amphetamin oder Cannabis.
Einige (nicht alle) Psychopharmaka können süchtig machen. Die meisten Psychopharmaka haben leichte bis schwere Nebenwirkungen.
Bei psychischen Störungen kann anstatt oder begleitend zu einer Psychopharmaka-Gabe auch eine Psychotherapie angezeigt sein.
Siehe auch: Psychische Erkrankung, Psychiatrie, Antipsychiatrie, Zwangsbehandlung, Betreuungsrecht, Patientenverfügung
Weblinks
- Überblick der wichtigsten in Deutschland verordneten Psychopharmaka
- Beratung für Betroffene
- Psychose, Medikamente - Fragen und Antworten zu Neuroleptika
- Peter Roger Breggin: Was sie über Psychopharmaka wissen sollten
