Public Private Partnership
Public Private Partnership (Abkürzung PPP), auch Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP) ist eine teilweise Privatisierung mit dem Ziel, das Risiko und den Gewinn partnerschaftlich zu teilen. Nicht mehr die öffentliche Hand stellt öffentliche Güter im Sinne einer kommunalen Daseinsvorsorge zur Verfügung, sondern sie lässt dies partnerschaftlich von privaten Unternehmen besorgen. Gemäß der neoliberalen Theorie "Weniger Staat, mehr Privat" würden der Service und die Effizienz erhöht und die Kosten gesenkt werden.
Unter Public Private Partnership wird eine Projektrealisierung öffentlicher Infrastrukturmaßnahmen unter privatem Gewinnstreben verstanden, die möglichst den gesamten Lebenszyklus eines Bauprojektes umfasst. Als Betreibermodell beinhaltet es auch Instandhaltung, -setzung und Betrieb der öffentlichen Einrichtung.
| Inhaltsverzeichnis |
Beispiel
- Verschiedene WHO-Projekte: WHO verfügte 2000/2001 über ein Budget von 958 Millionen US$, davon stammten 100 Millionen US$ von der Industrie und 300 Millionen US$ von Stiftungen. [1]
- Die " Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierung" (GAVI) wird zu 75% (750 Mio.US$) von der Bill and Melinda Gates Foundation finanziert, diese hat auch, im Unterschied zu den UN-Organisationen, einen ständigen Aufsichtsratsitz.
- Die " Globale Allianz für verbesserte Ernährung (GAIN)
- Der "Globale Fonds zu Bekämpfung von AIDS, Malaria und Tuberkulose (Global Fund)
- Die London Underground befindet sich zur Zeit (2004) mitten in einem Teilprivatisierungsprozess. Der Unterhalt der Infrastruktur wird durch private Firmen durchgeführt, doch die Underground gehört noch immer zu Transport for London, welche auch die Kontrolle ausübt. Das Ziel des PPP-Programms ist die Erschließung von Geldquellen für zukünftige Investitionen ins U-Bahn-System. Dazu gehören der Neu- und Ausbau von Stationen, der Kauf von neuem Rollmaterial und die Einrichtung von neuen Sicherheitssystemen und Zugsicherungen.
Siehe auch
Literatur
- R. Scott Fosler/Renee A. Berger: "Public/ Private Partnership in American Cities: Seven Case Studies", Lexington Books 1983, ISBN 0669058343
- Thomas Benz: "Projektentwicklung von Fernstraßen durch Private unter besonderer Berücksichtigung von Ingenieurbauwerken", Universität Stuttgart/ Fritz Berner (Hrsg.), Bauwerk-Verlag 2000, ISBN 3934369502
- Olaf Kruse: "Public Private Partnership in der kommunalen Gebäudewirtschaft", Tectum Verlag 2001, ISBN 382888279X
- Martin Weber: "Public Private Partnership", Beck Juristischer Verlag 2005, ISBN 3406532586
- Stehlin/Gebhardt: "Public Private Partnership - Ein Modell für Kommunen ?", VBlBW (Verwaltungsblätter für Baden-Württemberg) 2005, 90 ff.
- Schenke/Gebhardt: "Steuerrechtliche Probleme der Public Private Partnership (PPP)", DStZ (Deutsche Steuer-Zeitung) 2005, 213 ff.
- Weber/Schäfer/Hausmann: "Praxishandbuch Public Private Partnership", C.H. Beck München 2005, ISBN 3406532586
Weblinks
- Aktuelle Informationen zum Thema Public Private Partnership (PPP) im öffentlichen Hochbau mit ausgewählten Links und Informationen zu Organisationen, Literatur und Forschung. Institut für Baubetriebslehre an der Universität Stuttgart
- Unterrichtsreihe zu "PublicPrivatePartnership: Die Wolfsburg AG - Königsweg des Strukturwandels?! - Eine Unterrichtsreihe für die gymnasiale Oberstufe / Politik: Dr. Michael Bittermann und Eberhard Kolb (Hrsg.): http://www.b2edu.de/ppp.php
- Dr. Thomas Hart, Carolin Welzel (Hrsg.): Public Private Partnerships und E-Government, Bertelsmann-Stiftung 2004 (PDF)
- PPP im Bildungssektor
- im Zusammenhang mit der zivilen Konversion militärischer Liegenschaften
- Computerversorgung in Schulen
- Prozessleitfaden der Initiative D21
- Beispiele für PPP-Projekte in NRW PPP_Initiative NRW
- Pharmakampagne - PPP in der pharmazeutischen Industrie von BUKO
