Publizistikwissenschaft

Als Publizistikwissenschaft (auch kurz: Publizistik) bezeichnet man eine wissenschaftliche Disziplin, die sich mit Massenkommunikation beschäftigt. Das Fach hat seinen Vorläufer in der Zeitungswissenschaft. Unter dieser Bezeichnung wurde 1916 in Leipzig ein Lehrstuhl für Karl Bücher eingerichtet. In den dreissiger Jahren etablierte sich das Fach u.a. an der Universität Berlin in Form des Instituts für Zeitungswissenschhaft. Sein Direktor, Prof. Dr. Emil Dovifat, hatte nach langen Kämpfen und vielen Diskussionen erreicht, dass die Zeitungswissenschaft durch Einbeziehung des Films und des Rundfunks in all seinen Erscheinungen zur Wissenschaft von der Publizistik ausgeweitet wurde. Viele Institute für Publizistik nennen sich heute Institut für Kommunikationswissenschaft oder ähnlich, bedingt durch die breitere Aufgabenstellung des Faches, das sich in deutscher Forschungstradition jedoch nach wie vor mit öffentlicher Kommunikation insbesondere der Massenkommunikation, dem Journalismus und den Massenmedien befasst.

Siehe auch: Kommunikationswissenschaft, Medienwissenschaft, Informationswissenschaft, Portal Information und Kommunikation

Grundbegriffe

Siehe Grundbegriffe der Kommunikationswissenschaft

Teilbereiche und Forschungsschwerpunkte

Eine stärker empirisch ausgerichtete Gliederung unterteilt die Publizistikwissenschaft in fünf Forschungsfelder. Diese lassen sich mit der sogenannten Lasswell-Formel zusammenfassen: "Who says what in which channel to whom with what effect?". Daraus ergeben sich entsprechend folgende Bereiche:

Methoden

Zu den Methoden der Publizistikwissenschaft gehören:

See also: Publizistikwissenschaft, Befragung, Experiment, Grundbegriffe der Kommunikationswissenschaft, Informationswissenschaft, Inhaltsanalyse, Journalismus, Journalistische Darstellungsformen, Karl Bücher, Kommunikationspolitik