Puja
Puja oder Pooja ("Puhdschah" gesprochen) kommt aus dem Sanskrit und bedeutet in etwa "Verehrung" oder "Ehrerweisung". Es handelt sich dabei um ein bei Hindus und Buddhisten übliches Ritual.
Puja im Buddhismus
Für Buddhisten ist eine Puja etwa das was für Christen die Andacht ist. Allerdings kommt der Aspekt der Verdienstübertragung hin zu.
Ablauf:
- Pavesa (Einleitung) Drei mal wird wiederholt "Namo tassa bhagavato arahato sammasambuddasa" (Verehrung sei ihm, dem Erhabenen, Heiligen, vollkommenen Erwachten. Gemeint ist Buddha.)
- Tisarana (dreifache Zufluchtname) Es wird dreimal die Zuflucht zu Buddham (Buddha), Dhammam (der Lehre) und zum Sangham (der Gemeinschaft) genommen.
- Sila (Tugendregeln) Die Tugendregeln werden gelobt also das Gelöbnis erneuert oder neu abgelegt. Je nachdem fünf (für Leihen), acht (in den Uposath-Feiertagen) oder zehn (für Novizen/Samaneras).
- Vandana(Verehrung) Nun wird ausführlich noch ein mal...
- Buddhavandana (Buddha verehrt)
- Dhammavandana (die Lehre verehrt) und
- Sanghavandana (die Gemeinschaft verehrt).
- Mahamangalasuttam (Die Rede vom Großem Heil) - ein Sutta das rezitiert wird, in dem eine Gottheit zu Buddha spricht und Dinge aufzählt die heilsam sind und Verdienste bringen.
- Ratanasuttam (Juwelenrede) In dem Sutta werden die Götter gebeten sich den Menschen in Güte zuzuwenden die ihnen Opfer bringen. Dann wird aufgezählt welch Gewinn zu erwarten ist aus den guten Taten und dem befolgen des Achtfachen Pfads.
- Merrasuttam (Das Lied der (liebenden) Güte) Im Sutta wird zur Rücksichtnahme und Versöhnlichkeit gemahnt.Ein Auszug: "Mata yatha niyam puttam ayusa ekaputtamanurakkhe, evam pi sabbabhutesu manasam bhavaye aparimanam." "Wie ihre eig'nen Sohn die Mutter, ihr einzig' Kind mit dem Leben schützt, entfalte man zu allen Wesen ohne Schranken seinen Geist!"
- Khandha paritta (Khandha-Schutzverse) Allen Wesen wird Gutes gewünscht und dass sie einem selbst auch kein Schaden zufügen mögen.
- Pupphapuja (Blumenopfer) Zur Verehrung werdem dem Buddha Blumen geopfert und daran erinnert dass der eigene Körper wie die Blumen verwelken wird.
- Dipapuja (Lichtopfer)
- Sugandhapuja (Räucheropfer)
- Pattidana (Verdienstübertragung)
A) Entweder werden die Götter gebeten die eigenen Verdienste als Gaben anzunehmen um dafür den Buddha, die Lehre und die Gemeinschaft zu schützen. Oder...
B) Die Aufforderung dass sich alle Wesen an den erworbenen Verdiensten erfreuen mögen. - Patthana-Gatha (Wunschverse) Vor dem Buddha wird um Nachsicht bei zurückliegenden Verfehlungen gebeten.
Puja im Hinduismus
Rituelle Hinwendung an einen oder mehrere Aspekte des Göttlichen, verbunden mit Opfergaben (Licht, Wasser, Blüten, Nahrung) und Rezitieren von Gebeten (Mantras). Pujas werden täglich ausgeführt und zusätzlich spezielle Pujas zu Feiertagen oder besonderen Anlässen (z.B. Hauseinweihung, Hochzeit). siehe auch: Hinduismus
