Pumpe-Düse-System

Das Pumpe-Düse-System ist eine eigene Entwicklung von Volkswagen zur Gemischaufbereitung mit Hilfe der Direkteinspritzung bei Dieselmotoren und wird derzeit auch nur bei Dieselmotoren des Volkswagen-Konzerns eingesetzt.

Mit dem Pumpe-Düse-System (kurz: PD) werden 2005 höhere Einspritzdrücke als bei der Common-Rail-Technik erreicht.

Inhaltsverzeichnis

Aufbau

Hierbei bilden Pumpe und Einspritzventil eine Einheit. Es kann dadurch an jedem Zylinder separat ein maximaler Einspritzdruck von bis zu 2.050 bar erzeugt werden. Das Einspritzsystem ist in den Zylinderkopf integriert. Der Druckaufbau geschieht mechanisch.

Funktion

Durch einen zusätzlichen Nocken wird über Rollenkipphebel und Stößel ein kleiner Plunger (hier: eine Art Kolben) betätigt. Der Nocken ist so geformt, dass dies mit Hochgeschwindigkeit geschieht, um den benötigten Hochdruck schnell aufzubauen. Der Druckaufbau im sogenannten Plungerraum unter dem Kolben und damit der Einspritzverlauf wird von einem Magnetventil zeitlich gesteuert. Der Druckaufbau kann erst entstehen, wenn das Magnetventil (elektrisch) geschlossen wird. Das schnelle Öffnen des Magnetventils sorgt für ein scharfes Ende der Einspritzung, was für eine vollständige und saubere Verbrennung sehr wichtig ist.

Ausblick

Zukünftig kann das Magnetventil durch einen Piezo-Aktor ersetzt werden. Dieser arbeitet bis zu dreimal schneller und laufruhiger als ein vergleichbarer Magnetsteller. Spitzendrücke bis zu 2.500 bar sind möglich. Aktuell verfügt der 2.0 TDI im neuen VW Passat 2005 über ein solches Piezo-Pumpe-Düse-Element welches mit einem Spitzendruck von 2.200 bar arbeitet.

Vorteile

Nachteile

See also: Pumpe-Düse-System, 2005, Bar (Einheit), Common-Rail-Einspritzung, Dieselmotor, Direkteinspritzung, Einspritzventil, Kolben (Technik), Magnetventil, Nocken