Quantum of Solance
Quantum of Solance, im Deutschen "Minimum an Trost", ist eine Kurzgeschichte von Ian Fleming. Die Geschichte ist Teil der James Bond Reihe. Allerdings handelt es sich um keine typische Geheimagentengeschichte, sondern viel mehr um eine Erzählung, die teilweise durch Bond kommentiert wird.
Inhalt
James Bond ist in Nassau auf einer recht langatmigen Dinnerparty und redet mit dem dortigen Gouverneur. Bond fühlt sich unwohl, er ist gelangweilt. Um den Gouverneur zu provozieren und so eine Grundsatzdiskussion zu starten, sagt Bond zu ihm, dass wenn er einmal heiraten sollte, es eine Stewardess oder eine Japanerin sein sollte, weil sie die richigen Ansichten haben. Er würde es toll finden, wenn jemand immer da wäre der ihn bedient, immer lacht und fragt ob man denn etwas möchte. Der Gouverneur durchschaut Bonds Versuch und geht deshalb darauf nicht ein. Stattdessen beginnt er die Geschichte eines früheren Mitarbeiters, Philip Masters, zu erzählen. Damit beginnt die eigentliche Handlung der Kurzgeschichte.
Philip Masters, ein nicht besonders kluger dafür aber ein sehr fleißiger Mann mit liberalen Ideen, wird von Großbritannien nach Nigeria geschicht, um dort koloniale Aufgaben zu bewerkstelligen. Er arbeitet gut, behandelt die einheimische Bevölkerung menschlich und wird aufgrund der ersten Labour Regierung und einer hervoragenden Bewertung seines Vorgesetzten befördert und nach Nassau geschickt. Philip Masters ist sehr schüchtern und hatte nie sexuelle Beziehungen zum anderen Geschlecht. Auf dem Rückflug von Nigeria, fällt ihm eine sehr hübsche Stewardess (Rhoda) auf und nach langem Zögern, fragt er sie schließlich ob sie mit ihm essen gehen möchte. Sie stimmt zu und nach einem Monat heiraten sie und ziehen gemeinsam nach Nassau. Masters gibt alle seine "luxuriösen" Angewohnheiten auf, um Rhoda Masters das Leben bieten zu können, wie es die anderen Frauen in Nassau haben.
Unter anderem zahlt er ihr, weil sie sich den ganzen Tag alleine zu Hause langweilt, Golfstunden in dem teuersten (und besten) Golfclub. Dort wird Rhoda schnell sehr beliebt und lernt einen jungen Milliönärssohn aus den USA kennen. Rhoda, die schon immer von so einem Leben getraümt hat, lässt sich auf ihn ein und betrügt so Philip Masters. Dieser erfärt nach einiger Zeit davon und wird ein gebrochener Mann. Seine Arbeit lässt nach und er ist kurz davor gekündigt zu werden. Um ihn irgendwie noch zu retten schickt ihn der damalige Gouverneur für ein halbes Jahr nach Miami, um dort zu arbeiten.
Währenddessen neigt sich der Winter dem Ende zu und da im Sommer viele junge hübsche Frauen in Nassau sind, wird Rhoda Masters abserviert und macht deswegen einen totalen gesellschaftlichen Abstieg. Sie wird als "gebraucht" angesehen. Um wieder von Anfang an zu beginnen und sich so langsam wieder "hocharbeiten" zu können, will Rhoda sich bei Philip, wenn dieser zurück kommt, entschuldigen. Sie überlegt die ganze Zeit was sie ihm sagen könnte und als er dann schließlich wieder zurück kommt, bemekrt sie erschrocken, dass er sich verändert hat. Philip Masters teilt das Haus in 2 Teile und kündigt ihr die Scheidung in einem Jahr an. Bis dahin werden sie nach außen ein glückliches Ehepaar darstellen. Rhoda kann nicht widersprechen und stimmt zu.
Als es dann soweit ist und Philip zurück nach Europa gerufen wird, bittet ihn Rhoda in ihrer Verzweiflung ihr etwas Geld zu hinterlassen, da sie keine eigenes hat. Philip Masters hinterlässt ihr sein Wagen und sein Radio stattdessen, verlässt sie und geht zurück nach Nigeria. Rhoda geht sofort zum lokalen Autoverkaüfer und stellt dort mit Schrecken fest, dass das Auto nicht gekauft, sondern nur gemietet ist und eine große Rechnung noch offen steht. Das gleiche erwartet sie mit dem Radio. Rhoda bricht zusammen und fängt an zu weinen. Dadurch muss sie nur noch ein Teil der Rechnung zahlen. Philip Masters konnte sich rächen.
Mit Hilfe der Frau des Gouverneurs übersteht Rhoda die nächsten Monate und findet schließlich einen reichen Kanadier, den sie dann auch heiratet und mit dem sie auf der gleichen Dinnerparty auf der Bond heute ist, auch war.
