Quaoar
| (50000) Quaoar | |
|---|---|
| Eigenschaften des Orbits | |
| Orbittyp | Kuipergürtel-Objekt |
| Große Halbachse | 43,3735 AE |
| Perihel ; Aphel | 41,749 ; 44,998 AE |
| numerische Exzentrizität | 0,034 |
| Neigung der Bahnebene | 7,983 ° |
| Siderische Umlaufzeit | 285,97 Jahre |
| mittlere Bahngeschwindigkeit | 4,52 km/s |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Durchmesser | 1260 ± 190 km |
| Masse | kg |
| Mittlere Dichte | g/cm3 |
| Rotationsperiode | |
| Albedo | 0,10 |
| Absolute Helligkeit | 2,613 |
| Spektralklasse | |
| Geschichte | |
| Entdecker | Chad Trujillo, Mike Brown |
| Datum der Entdeckung | 5. Juni 2002 |
| ältere Bezeichnung | 2002 LM60 |
(50000) Quaoar ist der Name eines Transneptunischen Objekts im Kuipergürtel. Bevor er den Namen Quaoar erhielt, wurde er unter der vorläufigen Bezeichnung 2002 LM60 geführt. Entdeckt und benannt wurde der Asteroid 2002 von den Astronomen Chad Trujillo und Mike Brown am California Institute of Technology in Pasadena, USA. Der Name Quaoar (gesprochen "kwah-o-wahr") entstammt dem Schöpfungsmythos der nordamerikanischen Tongva-Indianer, die in der Gegend um Los Angeles leben. Die Internationale Astronomische Vereinigung (IAU) hat die Namensgebung mittlerweile offiziell bestätigt.
Quaoars Durchmesser wird auf etwa 1.280 km geschätzt. Damit war er, bis zur Entdeckung von (90482) Orcus und 2003 VB12 ("Sedna"), das größte seit Pluto entdeckte Objekt im Sonnensystem. Quaoar ist größer als alle im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter befindlichen Asteroiden zusammen. Sein Durchmesser beträgt etwa ein Zehntel dessen der Erde beziehungsweise ein Drittel dessen des Erdmondes. Er umkreist die Sonne in einer fast perfekten Kreisbahn in etwa 6 Milliarden Kilometer Entfernung (43 AE), die Umlaufdauer beträgt rund 286 Jahre.
Der Asteroid wurde bereits 1982 von dem Astronom Charlie Kowal fotografiert, aber nicht als solcher identifiziert.
Im Dezember 2004 gelang mit dem japanischen 8-m-Teleskop Subaru der Nachweis von kristallinem Wassereis und auch Ammoniakhydrat in der Oberfläche von Quaoar. Dies ist sehr überraschend, da man bei einer Oberflächentemperatur von 50 Kelvin eigentlich nur amorphes Eis ohne Kristallstruktur vermuten würde. Es sind Temperaturen bis zu 110 Kelvin notwendig um den Prozess zu erklären. Nun wird vermutet, daß sich im Inneren von Quaoar noch genügend Radioaktivitätswärme befindet um die Temperaturen zu erzeugen. Es entsteht dabei eine Art Kryovulkanismus, wie auch auf einigen Uranusmonden.
Amateurastronomen benötigen zur Beobachtung die genauen Koordinaten, ein 40-Zentimeter-Teleskop sowie zur Dokumentation eine Kamera. Auf Aufnahmen von hintereinander folgenden Nächten ist der Asteroid als langsam wandernder Punkt zu erkennen.
Die Entdeckung von Quaoar schwächt Plutos Status als Planet, zumal Astronomen weitere Objekte von Quaoars Größe im Kuipergürtel vermuten. Einige erwarten sogar, weitere Asteroiden zu finden, die größer sind als Pluto.
Siehe auch
Weblinks
- Quaoar FAQ auf der Homepage eines der Entdecker
- Eisige Welt am Rande des Sonnensystems Artikel bei Astronews.com
- Bericht in Nature über Wassereis
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