Quid pro quo
Quid pro quo (lat.: etwas für etwas) ist ein Rechtsgrundsatz und ökonomisches Prinzip, nach dem jemand, der etwas gibt, dafür eine angemessene Gegenleistung erhalten soll.
Im Deutschen könnte man sagen: "Eine Hand wäscht die andere" oder "Wie du mir, so ich dir", im englischen Sprachgebrauch gibt es hierfür das Sprichwort Tit For Tat.
Der kanadische Psychologe Anatol Rapaport entwickelte 1981 ein 5-zeiliges FORTRAN-Programm mit den einfachen Anweisungen:
- Verhalte dich im ersten Zug kooperativ.
- Verhalte dich in der Folge so wie der Partner im Zug davor (kooperativ oder destruktiv).
Diese einfache Kooperationsstrategie ist vom ersten (Spiel)zug an konstruktiv:
- Volle Kooperation, wenn der Partner kooperativ ist / Freundlichkeit
- Schnelle Reaktion auf destruktives Verhalten des Partners / keine Opfer
- Schnelle Reaktion auf Verhaltensänderung des Partners / Nachsicht
- Duchsichtiges Verhalten / Der Partner weiß "woran er ist".
Quid pro quo wird in der Soziologie und der Spieltheorie als Erklärungsansatz herangezogen, um kooperatives Verhalten bei Egoisten (Individuen) zu erklären.
Quidproquo (quid pro quo?, wörtlich was für wen?), meint auch das versehentliche Vertauschen zweier Dinge und Quiproquo (wer für wen?) die Verwechslung zweier Personen, beispielsweise als spannungsgebendes Element in einem Schauspiel.
Literatur
Robert Axelrod: Die Evolution der Kooperation. ISBN 3486539957
Weblinks
- "Game Theory Draws Lessons for Peace Educators", Jillian Skeet (englische Sprache)
- Lateinische Ausdrücke
