Quinte
Die Quinte, seltener "Quint", (v. lat. quintus = der fünfte) ist ein musikalisches Intervall und bezeichnet den Abstand von der 1. zur 5. Stufe in heptatonischen Tonleitern. In gleichstufig-temperierter Stimmung umfasst die reine Quinte 7 Halbtöne, die verminderte 6 und die übermäßige 8.
In der natürlichen Stimmung ergibt sich die reine Quinte aus der Teilung einer Saite in drei gleiche Teile und hat das Frequenz-Verhältnis 2 : 3. Die Quinte ist das wichtigste Intervall nach der Oktave (1 : 2).
Dem Akkord, der im Vergleich zu einer Grund-Tonart ("Tonika") eine Quinte höher bzw. tiefer liegt, kommt in der Harmonik eine besondere Bedeutung zu und wird als Dominante bzw. Subdominante bezeichnet (s. Quintenzirkel).
reine Quinte
- Beispiel: c - g (= 3 Ganztöne, 1 Halbton)
- Liedanfang: "Wie schön (leucht' uns der Morgenstern)"
- Die Umkehrung der reinen Quinte ergibt die reine Quarte (g -c).
verminderte Quinte
- Beispiel: h - f (aufwärts) (2 Ganztöne, 2 Halbtöne)
- Die Umkehrung (f - h) ergibt eine übermäßige Quarte, einen Tritonus.
- Auch die enharmonische Verwechslung (h - f -> ces - f) ergibt einen Tritonus.
übermäßige Quinte
- Beispiel: c - gis (= 4 Ganztöne)
- Die Umkehrung ergibt eine verminderte Quarte (gis - c).
Anmerkung: Der Ausdruck "reine Quinte" als Unterschied zu "vermindert" und "übermäßig" ist nicht zu verwechseln mit dem Ausdruck "reine Quinte" im Sinne von "nicht temperiert". Siehe auch Pythagoräisches_Komma.
