Radikal (Chemie)

Als Radikale bezeichnet man in der Chemie Atome oder Moleküle mit einem oder zwei ungepaarten Elektronen, die somit besonders reaktionsfreudig sind. Bedingt durch ihre hohe Reaktivität existieren Radikale meistens nur sehr kurze Zeit. Ausnahmen: Stabilisierte Radikale: z. B. Triphenylmethylradikale stehen in verdünnter Lösung mit dem Dimeren Hexaphenyläthan im Gleichgewicht. Radikale in einer Matrix können nicht abreagieren. Radikale spielen eine wichtige Rolle bei bestimmten Oxidationsprozessen, bei Polymerisationen und bei manchen Substitutionsreaktionen. Besonders leicht lassen sich Radikale aus Halogenmolekülen (z. B. Chlor, Cl-Cl ) oder di-t-Butylperoxid durch Bestrahlung mit UV-Licht gewinnen.

Bekannte Beispiele


See also: Radikal (Chemie), Atom, Botenstoff, Chemie, Disauerstoff, Molekül, Stickstoffmonoxid