Ragusa (Sizilien)

thumb|Ragusa Ibla Ragusa ist eine Stadt auf der italienischen Insel Sizilien. Sie ist die Provinzhauptstadt der Provinz Ragusa.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Daten

Ragusa belegt eine Fläche von 442 km². Hier leben 70.000 Einwohner. Die geografischen Daten sind: 36°55'34" N, 14°44'11" O. Ragusa ist 92 km von Syrakus entfernt und hat ca. 64.500 Einwohner. Sie liegt auf einer Höhe von 502 m über NN.

Geschichte

Die Gegend war bereits seit dem dritten Jahrtausen vor Christus besiedelt. Ragusa wurde bis zum Anfang des 18. Jahrhundert v. Chr. von den Sikulern bewohnt, die diese Siedlung wahrscheinlich gründeten. Im 6. Jahrhundert v. Chr. besiedelten die Griechen Ragusa, anschließend eroberten die Karthager den Ort. Nach der Eroberung Siziliens durch die Römer wuchs die Stadt zu einem regionalen Zentrum, unter dem Namen Hibla Haerea, heran.

Ab den 4. Jahrhundert regierten die Byzantiner und im Jahre 868 eroberten die Araber die Stadt. Es kam die Normannenherrschaft, die Stauffer, und dann die Aragonesen.

Die Stadt wurde 1693 von einem Erdbeben fast vollständig zerstört und seine Vergangenheit, arabische und mittelalterliche Spuren inbegriffen, wurden vernichtet. Nur der Stadtteil Ibla, der auf einer Anhöhe liegt, wurde davon verschont.

1838 wurden die Asphaltvorkommen entdeckt, auch heute wird dort noch Asphalt gewonnen. 1927 wurde Ragusa die Provinzhauptstadt der gleichnamigen Provinz Ragusa.

Die Stadt besitzt noch viele Barockbauten aus dem 18. Jahrhundert und mittelalterliche Gassen und Plätze in der Unterstadt Ragusa Ibla. Daher wurde sie 2002 in die Liste der Weltkulturdenkmäler der UNESCO aufgenommen.

Wirtschaft

Wichtige Zweige der Wirtschaft sind: Landwirtschaft, Rohöl und deren Produkte und der Tourismus. Zu dem Ort Ragusa gehört der Badeort Marina di Ragusa 25 km südwestlich von Ragusa.

Sehenswürdigkeiten

Weblinks

Seite der Gemeinde Ragusa (italienisch)

See also: Ragusa (Sizilien), 1693, 1760, 18. Jahrhundert, 18. Jahrhundert v. Chr., 1838, 1927, 2002, 868