Rallye Dakar

Die Rallye Dakar (auch einfach "die Dakar" genannt; früher Rallye Paris-Dakar oder Rallye Granada-Dakar) ist ein seit 1979 jährlich hauptsächlich auf dem afrikanischen Kontinent ausgetragenes Offroad-Motorsportrennen und zweifelsohne die berühmteste Wüstenrallye der Welt. Die Dakar wird in drei Hauptklassen (Motorräder, Autos und LKW) ausgetragen.

Inhaltsverzeichnis

Route

Die Rallye fand ihrem Namen entsprechend zunächst zwischen dem französischen Paris und dem senegalesischen Dakar statt. Inzwischen variieren die Streckenführung sowie der Start- und Zielort von Jahr zu Jahr. Die Rallye 2003 begann etwa in Marseille und endete im ägyptischen Scharm el Scheich.

Im Gegensatz zu den Rennen der Rallye-Weltmeisterschaft, bei der während eines langen Wochenendes eine Reihe von kurzen Prüfungen gefahren werden, ist die Dakar als Rallye Raid ein echtes Langstreckenrennen: Die Ausgabe 2003 bestand aus 17 Etappen mit einer Gesamtlänge von über 8500 km, der Großteil davon auf Wüstenboden. Wiederum im Gegensatz zu den seriennahen Fahrzeugen der Rallye-WM sind die Autos der Dakar teilweise speziell für den Offroad-Einsatz entwickelt (Buggys).

Geschichte

Initiiert und konzipiert wurde die Rallye von dem französischen Motorsportler Thierry Sabine, zum ersten mal ausgetragen wurde sie 1978. Inspiriert hatte Sabine die Teilnahme an der Rallye Abidjan-Nizza, auf der er sich 1977 mit seinem Motorrad in der libyschen Wüste verirrte. Sabines vielzitiertes Motto "If life gets boring, risk it!" fand seine Erfüllung, als er selbst am 14. Januar 1986 bei einem Hubschrauberabsturz während der Rallye Paris-Dakar ums Leben kam. Durch den regelmäßigen Tod von Rennfahrern und Zuschauern geriet das Rennen immer wieder in die Schlagzeilen, entwickelte sich aber trotzdem (oder auch deshalb) zu einem der bekanntesten Sportereignisse weltweit.

Im Jahr 2001 sorgte die Deutsche Jutta Kleinschmidt für eine Sensation, als sie als erste Frau die Autowertung der Dakar gewinnen konnte.

Das Rennen wird derzeit von einer Tochterfirma der ASO ("Amaury Sport Organisation") organisiert, die auch die Tour de France im Radsport veranstaltet.

Sieger

Rekordsieger der Dakar ist der Franzose Stephane Peterhansel, der auf dem Motorrad in den 1990er Jahren insgesamt sechs Mal triumphieren konnte und 2004 auch seinen ersten Erfolg im Auto feiern konnte. Neben ihm ist Hubert Auriol der Einzige, der das Rennen sowohl auf zwei (1981 und 1983) als auch auf vier Rädern (1992) gewonnen hat. Der erfolgreichste Autofahrer ist der Finne Ari Vatanen mit vier Siegen zwischen 1987 und 1991.

Die Sieger und Strecken der Dakar seit 1979:

Jahr Sieger Auto Sieger Motorrad Strecke
2005 Stephane Peterhansel (F), Mitsubishi Cyril Despres (F), KTM Barcelona - Dakar
2004 Stephane Peterhansel (F), Mitsubishi Nani Roma (E), KTM Clermont-Ferrand - Dakar
2003 Hiro Masuoka (J), Mitsubishi Richard Sainct (F), KTM Marseille - Sharm el Sheikh
2002 Hiro Masuoka (J), Mitsubishi Fabrizio Meoni (I), KTM Arras - Madrid - Dakar
2001 Jutta Kleinschmidt (D), Mitsubishi Fabrizio Meoni (I), KTM Paris - Dakar
2000 Jean-Louis Schlesser (F), Renault Richard Sainct (F), BMW Paris - Dakar - Kairo
1999 Jean-Louis Schlesser (F), Renault Richard Sainct (F), BMW Granada - Dakar
1998 Jean-Pierre Fontenay (F), Mitsubishi Stephane Peterhansel (F), Yamaha Paris - Granada - Dakar
1997 Kenjiro Shinozuka (J), Mitsubishi Stephane Peterhansel (F), Yamaha Dakar - Agadez - Dakar
1996 Pierre Lartigue (F), Citroën Edi Orioli (I), Yamaha Granada - Dakar
1995 Pierre Lartigue (F), Citroën Stephane Peterhansel (F), Yamaha Granada - Dakar
1994 Pierre Lartigue (F), Citroën Edi Orioli (I), Yamaha Paris - Dakar - Paris
1993 Bruno Saby (F), Mitsubishi Stephane Peterhansel (F), Yamaha Paris - Dakar
1992 Hubert Auriol (F), Mitsubishi Stephane Peterhansel (F), Yamaha Paris - Sirte - Le Cap
1991 Ari Vatanen (FIN), Citroën Stephane Peterhansel (F), Yamaha Paris - Tripoli - Dakar
1990 Ari Vatanen (FIN), Peugeot Edi Orioli (I), Cagiva Paris - Tripoli - Dakar
1989 Ari Vatanen (FIN), Peugeot Gilles Lalay (F), Honda Paris - Tunis - Dakar
1988 Juha Kankkunen (FIN), Peugeot Edi Orioli (I), Honda Paris - Algier - Dakar
1987 Ari Vatanen (FIN), Peugeot Cyril Neveu (F), Honda Paris - Algier - Dakar
1986 René Metge (F), Porsche Cyril Neveu (F), Honda Paris - Algier - Dakar
1985 Patrick Zaniroli (F), Mitsubishi Gaston Rahier (B), BMW Paris - Algier - Dakar
1984 René Metge (F), Porsche Gaston Rahier (B), BMW Paris - Algier - Dakar
1983 Jacky Ickx (B), Mercedes-Benz Hubert Auriol (F), BMW Paris - Algier - Dakar
1982 Claude Marreau (F), Renault Cyril Neveu (F), Honda Paris - Algier - Dakar
1981 René Metge (F), Range Rover Hubert Auriol (F), BMW Paris - Dakar
1980 Freddy Kottulinsky (S), VW Cyril Neveu (F), Yamaha Paris - Dakar
1979 Genestier (CIV), Range Rover Cyril Neveu (F), Yamaha Paris - Dakar

Links

See also: Rallye Dakar, 14. Januar, 1977, 1978, 1979, 1981, 1983, 1986, 1987, 1991