Autobahnraststätte

Eine Autobahnraststätte dient hauptsächlich der Nahrungsmittelversorgung während längerer Fahrtdistanzen im Fernverkehr und bietet für den Schwerlastverkehr die erforderlichen Stellplätze, um die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten einhalten zu können. Sie hat in der Regel, zusammen mit einer Tankstelle, rund um die Uhr geöffnet und bietet Waschräume und Toiletten sowie Babywickelräume und einige auch behindertengerechte Einrichtungen für die Durchreisenden an. [[Bild:Gruibingen Rasthaus.jpg|thumb|Feng-Shui-Rasthaus Gruibingen (A8)]]

Viele Autobahnraststätten verfügen über ein separates Restaurant. Es ist meist in einen weiteren Gebäude abseits der Tankstelle untergebracht. Bei manchen Raststätten ist es auch als Brückenrestaurant quer über die Autobahn ausgeführt und kann somit beiden Fahrtrichtungen dienen.

In Deutschland unterliegt der Betrieb von Autobahnraststätten besonderen Gesetzen. Es ist einem privaten Investor nicht erlaubt, auf einem neben der Autobahn gelegenen Grundstück eine neue Raststätte zu errichten. Autobahnraststätten dürfen auch nicht zum Beispiel durch Kinos, Diskotheken oder Supermärkte erweitert werden. Seit 2004 wird an einigen Rasthöfen Geld für die Benutzung der Toiletten verlangt, im Volksmund "Pinkelmaut" genannt.

Während Autobahnraststätten in der Regel direkt neben der Autobahn platziert sind und oft eine eigene Ein- und Ausfahrt besitzen, zumindest eine Betriebszufahrt, befinden sich Autohöfe, die ebenfalls der Versorgung des Fern- und Schwerlastverkehr dienen, in der Nähe normaler Autobahnausfahrten.

Beispiele von Autobahnraststätten: Aachener Land (A4)

Auch in Österreich gibt es eigene Regelungen, die beispielsweise die Mindestabstände der Raststätten zueinander regeln. Dazwischen kann es vereinzelt Kioske geben, die aber nicht dieselben Angebote vertreten dürfen, das in den angrenzenden Raststätten verkauft wird. Ein Beispiel ist der Rastplatz Triestingtal an der Südautobahn A2 zwischen den Raststätten Wöllersdorf und Guntramsdorf. Hier dürfen nur einzelne Biolebensmittel verkauft werden.

Die Raststätten werden meist von Restaurantketten betrieben, seltener von Firmen, die nur über einen Standort verfügen. In Österreich ist eine der größten die Firma Rosenberger. Weitere sind Möwenpick und Wienerwald.

Um die Rentabilität zu erhöhen, werden Raststätten nur an einer Richtungsfahrbahn errichtet und haben zusätzliche Zufahrten der anderen Richtungsfahrbahn. Manche sind so plaziert, dass man auch vom untergeordneten Sraßennetz zufahren kann. Diese bildet auch eine Vereinfachung für den Zulieferverkehr. Üblicherweise darf aber keine Verbindung bestehen zwischen der regionalen Straße und der Autobahn. Wohl ist es aber möglich diese Zufahrten auch als Notauffahrt für Einsatzdienste, wie Feuerwehr oder Rettungsdienste zu benutzen. In diesem Fall dienen meist Schranken als Absperrung, damit normale Verkehrsteilnehmer nicht die Notauffahrten benutzen und dadurch möglicherweise Rettungseinsätze behindern.

See also: Autobahnraststätte, 2004, Aachener Land, Autobahn, Autobahnausfahrt, Autohof, Brückenrestaurant, Deutschland, Diskothek, Feng Shui