Rätische Sprache
Die Rätische Sprache wurde in vorrömischer Zeit im östlichen Alpenraum gesprochen, in der heutigen Ostschweiz, Liechtenstein, Vorarlberg, Tirol und Altbayern. Es gibt kaum Belege für diese Sprache, man weiß daher wenig über sie. Einige Theorien vermuten, dass sie zu den keltischen Sprachen zu rechnen ist. Der Privatgelehrte Linus Brunner stellte in den 1980er Jahren die Hypothese auf, wonach die rätische Sprache eine semitische Sprache sei, was allerdings von der überwiegenden Mehrzahl der Linguisten abgelehnt wird. Heute wird sie allgemein auf Grund der dünnen Datenlage eher als eine isolierte Sprache eingeordnet (ähnlich wie das Baskische).
In römischer Zeit wurden die Räter romanisiert und die Region wurde unter dem Namen Raetia römische Provinz. Daneben gab es römische und keltische Einwanderer. Die Räter übernahmen einen romanischen Dialekt, den sie mit rätischem Substrat versahen. Hieraus entstand die rätoromanische Sprache. Sie wurde bis zur Ankunft der Germanen im gesamten vorher rätischen Raum benutzt.
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Kritische Auseinandersetzung zur hypothetischen Verwandschaft zwischen dem Rätischen und Semitischen
