Rattan

Rattan oder Rotangpalmen
Systematik
Abteilung: Blütenpflanzen (Magnoliophyta)
Klasse: Einkeimblättrige (Liliopsida)
Unterklasse: Kolbenblütige (Arecidae)
Überordnung: Arecanae
Ordnung: Arecales
Familie: Palmengewächse (Arecaceae)
Ordnung: Rattan oder Rotangpalmen (Calamus)

Herkunft

Der Begriff Rattan stammt aus dem Malaiischen (dort: rotan) und bezeichnet Peddigrohr (zu niederdt. paddik "Pflanzenmark"), welches auch als "spanisches Rohr", "Stuhlrohr", "Rotang" oder "Ratan" bezeichnet wird. Die Rotangpalmen - eher bekannt unter dem englischen Namen Rattan - wachsen als kletternde Palmen (Gattung Calamus). in den tropischen Regenwäldern Südostasiens. Dort gibt es mehrere hundert Arten, die als stark mit Dornen bewehrte Spreizklimmer an den hohen Bäumen des Regenwaldes emporklettern. Die Gattung ist mit 340 Arten sogar die artenreichste Palmengattung überhaupt. Diese Stangengewächse zeichnen sich durch schnellen Wuchs aus und werden bis zu 150 Meter lang. Das Holz der "Rattanpalme" ist zwar genauso fest, aber weitaus biegsamer als bei anderen Baumarten. Deshalb empfiehlt sich das sporadische Befeuchten des Rohrs mit einem Wasserzerstäuber oder das Abwischen mit einem feuchten Tuch, damit die natürliche Biegsamkeit nicht verloren geht.

Verwendung

[[Bild:Rattan-querschnitt.jpg|thumb|Im Querschnitt eines Rattan-Stabes erkennt man die poröse Struktur des Holzes, die Rattan sein leichtes Gewicht und seine besondere Elastizität verleiht.]]

Die bekannteste Verwendung von Rattan sind Korbwaren und geflochtene Möbel, z.B. Stühle oder Sessel. Unter Dampf wird das Rattanmaterial weich und elastisch genug zum Flechten.

Bei der Verwendung können drei unterschiedliche Bearbeitungen unterschieden werden:

  1. Die unzerteilten Stengel mit ihrer glatten glänzenden Oberfläche werden zu Spazierstöcken, Teppichklopfern und Rohrstöcken verarbeitet. Auch verschiedene Kampfkünste (beispielsweise Modern Arnis) verwenden Schlagstöcke aus dem robusten Rattanholz.
  2. Die dicken Teile des Stammes werden für Möbelgestelle verwendet.
  3. Aus den von der Sprossoberfläche geschnittenen etwa 5 m langen Streifen mit ihren glatten Aussenseite wird robustes Flechtwerk für Möbelstücke hergestellt.

See also: Rattan, Abteilung (Biologie), Art (Biologie)