Rauchgasentschwefelung
Die Rauchgasentschwefelung (REA) ist ein Verfahren zur Reinigung der Abgase von Heizkraftwerken von durch die Verbrennung schwefelhaltiger Brennstoffe entstehenden Schwefelverbindungen. Es wird im wesentlichen für Kohlekraftwerke eingesetzt, da hier der Schwefelgehalt größer 1 Prozent ist. Man unterscheidet zwischen regenerativen und nichtregenerativen Verfahren.
Bei den nichtregenerativen Verfahren gibt es die Kalkwäsche, die sich weltweit am meisten durchgesetzt hat. Hierbei wird unter Zugabe von Kalk (sowohl als Kalkstein als auch als Branntkalk) Gips produziert. Weitere Verfahren sind die Sprühsorption, Trockensorption und die Ammoniak-REA (Walter-Verfahren).
Zu den regenerativen Verfahren gehört das Wellmann-Lord und das Aktivkohle-Verfahren.
Literatur
- N. Williams, G. Srinivasan, P. Wechselblatt: Beseitigung und Wiedergewinnung von SO2 aus den Rauchgasen von Kraftwerken. Chemie Ingenieur Technik 45(7), S. 437 - 441 (1973), ISSN 0009-286X
- Walter Kaminsky: Verfahren zur Entschwefelung von Rauchgas. Chemie Ingenieur Technik 55(9), S. 667 - 683 (1983), ISSN 0009-286X
