Rausch

Rausch ist ein Zustand besonders intensiver oder besonders abgeschwächter Erlebnisse bis hin zur Ekstase, der Apathie oder dem Koma.

Inhaltsverzeichnis

Biologie des Rausches

Das Phänomen des Rauschempfindens kann durch unterschiedliche Ereignisse ausgelöst werden. Zu nennen sind hier unter anderem:

Eine der ältesten Formen der substanzgebundenden Rauscherlangung ist der Konsum von Alkohol (vergorene Getränke), Verzehr von Pilzen und Pflanzen, das Rauchen von Kräutern oder das Einatmen von Gasen. Auch unter Tieren sind gelegentlich Rauschzustände zu beobachten (Beispiel: Vergorene Früchte).

Rausch in der Kultur

Integrierte Nutzung von Rausch in Kulturen

In einigen Religionen gehören Rauschzustände zu Zeremonien. (Im Alltags-Christentum abgeschwächt vorhanden: Abendmahl-Wein, Heilige Messe-Weihrauch). Ziel ist etwa der Wunsch nach Intensivierung oder die Sehnsucht, Einheit mit dem Göttlichen zu erlangen (siehe Entheogen). Einige Mystiker oder Mönche nutzen Körperübungen, um ohne Drogen in Rauschzustände zu kommen. Bekannt sind beispielsweise die tanzenden Derwische im Sufismus (islamische Mystik).

Berauschende und halluzinogene Substanzen werden seit Menschengedenken genutzt, um Devination auszuüben oder in Kontakt mit dem Unterbewusstsein zu treten (Beispiel: Schamanismus).

Einige Religionsgemeinschaften verwenden den Rausch zur Entgrenzung, zur Überwindung des menschlichen Befindens.

Nicht integrierte Formen von Rausch in der Kultur

So sehr Rausch Teil vieler Kulturen oder Zeremonien ist, gibt es oft eine starke Abwehr von Rausch, oder Drogen gegen kulturell nicht integrierte Formen. Oft ist die Abwehr gegen nicht akzeptiertes Rauschverhalten wesentlich stärker als die Akzeptanz gegenüber integrierten Rauschnutzung. Dies hängt unter anderem mit Nebenwirkungen von Drogen zusammen - oder dem fremdartigen Verhalten, dass in der Gemeinschaft auffällt.

siehe auch

See also: Rausch, Abendmahl, Adrenalin, Alkohol, Apathie, Askese, Bungee-Jumping, Christentum, Derwisch, Devination