Ravensburg
| Wappen | Karte |
|---|---|
| 140px Stadtwappen am Rathauserker von 1571 | 140px|Karte Ravensburg in Deutschland |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Tübingen |
| Region: | Bodensee-Oberschwaben |
| Landkreis: | Ravensburg |
| Gemeindeart | Große Kreisstadt |
| Geografische Lage: | 47° 46' n. Br. 9° 37' ö. L. |
| Höhe: | 542 m ü. NN |
| Fläche: | 92,04 km² |
| Einwohner: | 48.476 (31. Dezember 2003) |
| Bevölkerungsdichte: | 527 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 88181-88214 |
| Vorwahlen: | 0751 |
| Kfz-Kennzeichen: | RV |
| Gemeindeschlüssel: | 08 4 36 064 |
| Stadtgliederung: | 4 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marienplatz 26 88212 Ravensburg |
| Website: | www.ravensburg.de |
| E-Mail-Adresse: | presse-stelle@ravensburg.de |
| Politik | |
| Oberbürgermeister: | Hermann Vogler (CDU) |
thumb|300px|Ansicht von Westen Ravensburg (/ˈraːvn̥sbʊrk/ oder /ˈraːfn̥sbʊrk/) ist eine Mittelstadt sowie Kreisstadt und größte Stadt des gleichnamigen Landkreises im südlichen Oberschwaben. Sie liegt im Schussental in der Nähe des Bodensees.
Geografie
Die Burg Ravensburg liegt auf einem Höhenrücken, der das Schussental-Becken im Osten begrenzt. Dieses Becken - das nicht durch den kleinen Fluß Schussen, sondern durch eine eiszeitliche Gletscherzunge geformt wurde, die sich von den Alpen über den Bodensee nach Norden vorschob - verengt sich bei Ravensburg, um sich nördlich von Weingarten wieder etwas zu weiten, bis es in das enge Schussentobel übergeht. Nördlich des Burgbergs durchbricht die tief eingeschnittene Schlucht des Flappachtals den Höhenrücken. Das Flappachtal bietet eine vergleichsweise sanften Aufstiegsmöglichkeit ins Allgäu, so dass hier schon früh eine für den Fernhandel wichtige Route nach Wangen im Allgäu verlief.
Die Stadt entstand auf halber Höhe unterhalb der Burg auf dem Abhang zur Schussen hin; der Flappach wurde als Stadtbach teilweise durch die Stadt, teilweise durch den nördlichen Stadtgraben geleitet. Außerhalb der Stadtmauern befand sich im Flappachtal die Mühlenvorstadt und unterhalb der Stadt am Auslauf des Flappachs zur Schussen das Gerber- und Färberviertel Pfannenstiel. Auf dem der Stadt gegenüberliegenden Westhang des Schussentals befand sich im Mittelalter die Galgenhalde genannte Richtstätte sowie nördlich davon das Sennerbad. Oberhalb davon entstand Mitte des 20. Jahrhunderts das Neubaugebiet "Weststadt".
Gleichzeitig wuchs die Stadt nach Norden und Süden hin, so dass sich auf der Ostseite des Schussentals ein durchgehendes Siedlungsband von Baindt im Norden über Baienfurt, Weingarten und Ravensburg bis Eschach im Süden gebildet hat.
Stadtgliederung
Ravensburg ist mit der nördlichen Nachbarstadt Weingarten mehr oder weniger zusammengewachsen (während der Zeit des Nationalsozialismus waren sie gar vereinigt). Gemeinsam mit Friedrichshafen bilden die beiden Städte eines der 14 Oberzentren (in Funktionsergänzung) in Baden-Württemberg.
Neben der Kernstadt Ravensburg (mit der historischen Altstadt, Stadterweiterungen im Norden, Süden und Osten sowie dem Neubaugebiet Weststadt) besteht die Stadt aus den Ortschaften Eschach (Obereschach, Untereschach, Weißenau, Oberhofen, Gornhofen, Torkenweiler und Weingartshof) im Süden sowie Schmalegg und Taldorf (Oberzell, Bavendorf, Taldorf und Alberskirch) im Westen.
Wappen
Das Stadtwappen zeigt auf weißem Grund ein in blau gehaltenes offenes Stadttor zwischen zwei Wehrtürmen. Es symbolisiert damit zugleich Wehrhaftigkeit als auch Offenheit der Freien Reichsstadt. Die Stadtfarben sind blau-weiß.
Geschichte
Gründung
Ravensburg wurde 1088 erstmals urkundlich erwähnt und war bis 1803 eine freie Reichsstadt. Der Kern der heutigen Stadt entstand nach aktuellem Wissensstand als Burgsassen-Siedlung unterhalb der mächtigen Stammburg der Welfen auf dem Höhenrücken zwischen Flappach- und Schussental. Die erste Burg der Welfen stand in Altdorf-Weingarten, bevor sie um 1050 eine neue, größere Burg, die "Ravensburg", errichteten (heute Veitsburg nach der St. Veit geweihten Burgkapelle). Das von ihnen dafür genutzte Plateau war nach Grabungsbefunden vermutlich schon in der Keltenzeit als Fluchtburg planiert und vom Rest des Höhenrückens durch einen Graben abgetrennt worden. Die welfische, später staufische Burg nahm den hinteren Teil des Plateaus ein, während der vordere als Turnierplatz diente.
Der letzte Welfe auf der Ravensburg war Welf VI., Herzog von Spoleto. Nach dem Tod seines Sohnes vermachte er das Schussengau mit Ravensburg und Altdorf per Erbvertrag seinem Neffen, dem Staufer Friedrich I. Barbarossa, und enttäuschte damit seinen anderen Neffen, Heinrich der Löwe, Herzog von Bayern und Sachsen. Fortan gehörte Ravensburg zum Hausbesitz der Staufer. Angeblich brach Konradin, der letzte Staufer, von hier zu seinem verhängnisvollen Italienzug auf.
Freie Reichsstadt
Mit dem Untergang der Staufer endete auch das Herzogtum Schwaben als politische Körperschaft. Wie viele andere Städte Schwabens regierte sich Ravensburg fortan selbst, die Burg wurde Reichsbesitz. 1278 bestätigte der Habsburger Kaiser Rudolf I. die reichsstädtischen Privilegien Ravensburgs. Auf der Burg saß fortan der kaiserliche Landvogt der Reichslandvogtei Schwaben. Zur Überwachung der Vorgänge in der Reichsburg errichtete die Reichsstadt an der höchsten Stelle des Stadtgebiets den über 50 m hohen St.Michaels-Turm, benannt nach der damals noch dort stehenden Michaelskapelle, der ältesten Kirche der Stadt. Im Volksmund hieß dieser Turm bald Mehlsack, als Verballhornung des offiziellen Namens wie auch unter Bezug auf die mehlweiße Farbe des Turms. Dass der Turm zeitweise auch als Mehlspeicher genutzt wurde, ist vermutlich ins Reich der Legenden zu verweisen. Heute ist "Mehlsack" der offizielle Name dieses einzigen Rundturms der Stadtbefestigung.
Große Ravensburger Handelsgesellschaft und Stadterweiterungen
Im Spätmittelalter war Ravensburg Sitz der Großen Ravensburger Handelsgesellschaft, der damals führenden deutschen Handelsgesellschaft, die in ganz Europa Niederlassungen hatte (noch vor den Fuggern).
Die rasante wirtschaftliche Entwicklung hatte vor allem im 14. Jahrhundert zu mehrfachen Erweiterungen des Stadtgebiets geführt. Am markantesten ist dabei die Einbeziehung der so genannten Unterstadt in die Stadtbefestigung und der Abriß der alten Stadtmauer zwischen den beiden Stadtteilen (1330-1370). Dabei entstand auf der Fläche des alten, zugeschütteten Stadtgrabens der heute noch das Stadtbild prägende Platz - heute Marienplatz genannt - zwischen Frauentor im Norden und dem (im 19. Jahrhundert abgerissenen) Kästlinstor im Süden.
Um 1530 ging die Große Ravensburger Handelsgesellschaft sang- und klanglos unter. Neben anderen Ursachen hatten die "Regenten" der Handelsgesellschaft wohl unzureichend auf die veränderten Handelswege nach der Erschliessung Amerikas durch Kolumbus reagiert.
Reformation und Parität
Nach Einführung der Reformation entwickelte sich ein paritätisches Regierungssystem (Gleichberechtigung und exakte Ämterverteilung zu gleichen Teilen zwischen Katholiken und Protestanten), was durch den Westfälischen Frieden 1648 für die vier so genannten Paritätischen Reichsstädte Ravensburg, Augsburg, Biberach und Dinkelsbühl bestätigt wurde und bis ins 19. Jahrhundert galt.
Die ohnehin schon - unter anderem durch die Verlagerung der Handelsrouten nach Augsburg - wirtschaftlich geschwächte Stadt erlebte im Dreißigjährigen Krieg einen starken Bevölkerungsrückgang vor allem durch Hunger und Seuchen. Davon erholte sie sich in den folgenden Jahrhunderten nur sehr langsam. Dadurch kam es bis in die Neuzeit zu keinen weiteren Stadterweiterungen, das Stadtbild blieb bis ins 19. Jahrhundert weitgehend unverändert.
Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde auch die Burg über der Stadt - nun auch schon zur Unterscheidung von der Stadt Ravensburg Veitsburg genannt - von schwedischen Truppen geschleift. Nur einige Wirtschaftsgebäude blieben stehen. Der Landvogt der Reichslandvogtei Schwaben residierte daher ab 1647 in Altdorf-Weingarten.
Ende der reichsstädtischen Selbständigkeit
1803 wurde durch den Reichsdeputationshauptschluss die Reichsunmittelbarkeit der meisten Reichsstädte aufgehoben (Mediatisierung) und kirchlicher, bisher ebenfalls reichsunmittelbarer Grundbesitz verstaatlicht (Säkularisierung). Beide Maßnahmen diente unter anderem der territorialen Entschädigung von Reichsfürsten, die durch die napoleonischen Siege linksrheinische Gebiete verloren hatten.
Die Stadt wurde zunächst Bayern zugeschlagen. Da die umliegenden habsburgischen Lande zu Württemberg kamen, die Reichsklöster Weingarten und Weissenau wiederum anderen Reichsfürsten zugeordnet wurden, entstand eine Enklavensituation, die wirtschaftlich sehr abträglich war. Erst 1810 kam Ravensburg nach einem Gebietstausch im Allgäu - bestätigt durch den Wiener Kongress 1815 - zum Königreich Württemberg, das zuvor auch schon die ausgedehnten Territorien von Weingarten (einschließlich des heutigen Schlosses in Friedrichshafen) erworben hatte.
thumb|250px|none|Ravensburg 1921
Neuzeitliche Entwicklungen
19. Jahrhundert
Mit der Zugehörigkeit zum Königreich Württemberg begann eine allmähliche wirtschaftliche Erholung. Die industrielle Entwicklung stützte sich vor allem auf die lange Tradition in der Nutzung der Wasserkraft. Bereits 1402 war in Ravensburg eine der ersten Papiermühlen nördlich der Alpen entstanden; auch für andere industrielle Zwecke wurden seit langem Wassermühlen eingesetzt. Ein weiteres Standbein war die Textilherstellung. Mit dem Bau der Bahnstrecke Ulm - Friedrichshafen trug ab 1847 dieses neue Verkehrsmittel erheblich zum Aufschwung bei.
Zwischen den Weltkriegen
Zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts
In den 1970er Jahren wuchs die Stadt durch die Eingemeindung zahlreicher Dörfer des Umlands, vor allem im Süden und Westen (die heutigen Ortsteile Eschach, Schmalegg und Taldorf).
Stadt der Türme und Tore
Das historische Stadtbild konnte trotz eines Teilabbruchs der alten Stadtmauer, deren Steine im 19. Jahrhundert zum Bau des Bahnhofs verwendet wurden, erhalten werden. Im Zweiten Weltkrieg blieb Ravensburg dank seiner strategischen und rüstungsindustriellen Bedeutungslosigkeit und auch dank eines großen von Schweizern geführten Versorgungszentrums des Roten Kreuzes von größeren Angriffen der alliierten Luftwaffe verschont. In den 1980er Jahren wurde die Altstadt aufwändig saniert und vom Durchgangsverkehr befreit.
Ravensburg nennt sich auf Grund der vielen mittelalterlichen Türme und Tore, von denen nur eines, das Kästlinstor (südliches Stadttor), im 19. Jahrhundert abgerissen wurde (die Steine dienten unter anderem zum Bau des Kirchturms der evangelischen Stadtkirche), und der noch streckenweise erhaltenen historischen Stadtmauer (mit Resten alter Befestigungsanlagen) auch Stadt der Türme und Tore.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Ravensburg liegt an einem Kreuzungspunkt der Bundesstraßen B 30, B 32 und B 33 etwa 15 km nördlich von Friedrichshafen, wo ein regionaler Flughafen zur Verfügung steht. Ravensburg verfügt seit 1847 über einen Bahnhof an der Südbahnstrecke Ulm-Friedrichshafen, die Teil der so genannten Schwäbischen Eisenbahn und damit der ältesten Bahnstrecke Württembergs ist. Die nächsten Autobahnzugänge liegen bei Ulm (A 7, A 8) und bei Lindau (A 96). Ravensburg gehört dem Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo) an.
Straßenbahn Ravensburg - Weingarten - Baienfurt
Im Jahre 1888 wurde eine 4,2 km lange dampfgetriebene Straßenbahnstrecke (Spurweite 1000 mm) zwischen Ravensburg und Weingarten eröffnet, die 1910 elektrifiziert wurde. 1911 erfolgte eine 2,4 km lange Erweiterung bis Baienfurt. Am 23. Februar 1959 wurde die Strecke Ravensburg–Weingarten stillgelegt, im Juni 1959 folgte die Reststrecke Weingarten – Baienfurt.
Ansässige Unternehmen
Der Name der Stadt ist nicht zuletzt durch die hier ansässige Firmengruppe Ravensburger AG weltberühmt geworden. International bekannt und erfolgreich sind besonders die Produkte der Ravensburger Spieleverlag GmbH und ihrer zahlreichen Schwesterunternehmen, die u. a. Gesellschaftsspiele und Puzzles herstellen, der vor allem für Kinder- und Jugendbücher bekannte Ravensburger Verlag sowie das Ravensburger Spieleland.
Tekrum (die Theodor Krumm GmbH & Co. KG) ist ein über die Grenzen der Stadt hinaus bekannter Hersteller von "Premium-Gebäck-Spezialitäten". Seit Januar 2005 ist Tekrum eine hundertprozentige Tochter des Griesson - de Beukelaer-Konzerns.
OMIRA (Oberland Milchverwertung Ravensburg GmbH) ist Hersteller von Milchprodukten aller Art, die zum Teil in ganz Deutschland und Teilen Europas erhältlich sind. Letzteres trifft insbesondere auf die unter der Marke MinusL vertriebene laktosefreie Milch zu.
Ansonsten ist die Region stark vom Maschinenbau geprägt, der sich aus der ausgeprägten Mühlentradition (Korn-, Papier-, Säge- und andere Mühlen) und dem Bedarf der frühindustriellen Papier- und Textilindustrie entwickelt hat. Wichtigste Vertreter dieser Branche in Ravensburg sind die heute zu Voith bzw. VA Tech gehörenden Unternehmen, die aus dem 1856 eröffneten Betrieb des Schweizer Escher-Wyss-Konzerns (seit 1969 Sulzer) hervorgegangen sind. Weitere Maschinenbauunternehmen sind u.a. die Arnold GmbH & Co, die Bezner Maschinen GmbH, die LCM-Schokoladenmaschinen GmbH, die Rugel Maschinenfabrik GmbH & Co. KG und die Schuler Konstruktionen GmbH & Co.
Erwähnenswert sind außerdem der Automobilzulieferer Nothelfer GmbH (ein Unternehmen der ThyssenKrupp Automotive), die Verpackungshersteller Autobar Packaging (früher Zach Verpackungen) und Moosmann & Co., die Werkzeugfabrik Hawera Probst und das aus einer traditionsreichen Ravensburger Apotheke hervorgegangene Pharmaunternehmen Vetter Pharma.
Die Firmen pro solar Energietechnik GmbH und Pro Solar Solarstrom GmbH sind bedeutende Anbieter von thermischen Solaranlagen bzw. photovoltaischen Anlagen.
Die im Teilort Schmalegg ansässige Firma Carthago ist ein bekannter Hersteller von Wohnmobilen.
In den 1920er Jahren erlangte die Firma Hermann Spohn mit exkluxiven Karosserien, die meist auf Maybach-Fahrgestelle montiert wurden, einiges Ansehen. Verschiedene Mitglieder der Industriellenfamilie Spohn - tätig in der Textil-, Maschinenbau- und Baubranche - traten in Ravensburg seit Ende des 19. Jahrhunderts als großzügige Spender auf und stifteten u. a. das Konzerthaus und das Gebäude für das humanistische Gymnasium, heute Spohngymnasium. Auf dem Hauptfriedhof hat die Familie eines der aufwändigsten Familiengräber.
Das Munzinger-Archiv ist ein Anbieter von politischen, statistischen und biographischen Daten insbesondere für Presse und Rundfunk, die online im Internet sowie als Loseblattwerke vertrieben werden.
Für Informationen zum Rundfunksender "Ravensburg" siehe: Horgenzell
Radioteleskop Weißenau
Im Ortsteil Weißenau wurde 1960 ein Radioteleskop mit 26 Meter Durchmesser errichtet. Die radioastronomischen Beobachtungen wurden 1992 eingestellt und die Anlage ist inzwischen demontiert. [1]
Landwirtschaft
Im Mittelalter wurde an den Hängen des Schussentals Wein angebaut. Im Laufe der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden aber die meisten Weinberge aufgelassen; angeblich verdrängten Importweine den einheimischen Wein, der qualitativ nicht mithalten konnte. Inwieweit die sich damals ausbreitende Reblaus oder der zunehmende Bierkonsum hierbei auch eine Rolle spielten, ist derzeit nicht bekannt. Heute herrschen dagegen - vor allem im Süden der Stadt - Obstbau und Hopfengärten vor, jedoch wird vereinzelt immer noch Wein angebaut.
Medien
Die Schwäbische Zeitung betreibt in Ravensburg eine Lokalredaktion.
In Ravensburg befinden sich außerdem Sendestudios der Radiosender Radio 7 und SWR4 sowie ein Büro des Regionalfernsehsenders Euro 3 Bodenseefernsehen.
Behörden
Als Kreisstadt des Landkreises Ravensburg beherbergt Ravensburg dessen Verwaltung. Ravensburg ist Sitz einer Agentur für Arbeit. Das Finanzamt Ravensburg hat seinen Sitz in Weingarten.
Die Landeszentralbank Baden-Württemberg hat eine Niederlassung in Ravensburg.
Justiz
Ravensburg ist Sitz des Amtsgerichts Ravensburg, des Landgerichts Ravensburg, der Staatsanwaltschaft Ravensburg sowie der Justizvollzugsanstalt Ravensburg im Ortsteil Hinzistobel.
Bildungseinrichtungen
Hoch- und Fachschulen
- Berufsakademie Ravensburg
- Schule für Gestaltung (Freie Kunstschule)
- Institut für Soziale Berufe Ravensburg in katholischer Trägerschaft
- Zweigstelle der Württembergischen Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie
Die Fachhochschule Ravensburg-Weingarten hat ihren Sitz in Weingarten.
Schulen
In Ravensburg gibt es vier allgemeinbildende (davon eines in privater Trägerschaft) und vier berufliche Gymnasien sowie mehrere Haupt- und Realschulen, eine Förderschule und eine Sonderschule für Geistigbehinderte. Auch befinden sich in Ravensburg berufliche Schulen in gewerblicher, kaufmännischer, hauswirtschaftlicher und landwirtschaftlicher Richtung.
Soziale Einrichtungen
- Körperbehinderten-Zentrum Oberschwaben mit Heimsonderschule, Wohnheimen und Werkstätten
- Berufsbildungswerk Adolf Aich und Einrichtungen der Behindertenhilfe der Stiftung Liebenau
- Einrichtungen der Altenhilfe und der Sozialpsychiatrie der BruderhausDiakonie
- Sprachheilzentrum und Betreutes Wohnen (Behindertenhilfe) der Zieglerschen Anstalten
Krankenhäuser
Ravensburg ist Sitz des Krankenhauses "St. Elisabeth" mit Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin "St. Nikolaus" und des Heilig-Geist-Spitals (geriatrischer Schwerpunkt), die unter Trägerschaft der größtenteils landkreiseigenen Oberschwabenklinik gGmbH stehen.
Im ehemaligen Kloster Weißenau und umliegenden Neubauten ist das Zentrum für Psychiatrie "Die Weissenau" (Anstalt öffentlichen Rechts unter Gewährsträgerschaft des Lands Baden-Württemberg) untergebracht. Im nahen Rahlenhof, der ehemaligen Sommerresidenz der Weißenauer Äbte, wird eine zugehörige Fachlinik für abhängigkeitskranke Männer betrieben.
Städtepartnerschaften
- seit 1964: Montélimar (Frankreich)
- seit 1983: Rivoli (Italien)
- seit 1989: Brest (Weißrussland); diese Partnerschaft besteht gemeinsam mit Weingarten, Baienfurt, Baindt und Berg (Schussental)
- seit 1990: Coswig, Sachsen
- seit 1993: Rhondda Cynon Taff, Wales (Großbritannien)
- seit 1993: Huehuetenango (Guatemala); inoffiziell
- seit 2002: Varaždin (Kroatien)
Partnerschaftliche Beziehungen von Ortsteilen:
- Schmalegg: Sankt Magdalena am Lemberg (Steiermark, Österreich)
- Taldorf: Hittisau (Vorarlberg, Österreich)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Sehenswürdigkeiten
thumb|Marienplatz, Blaserturm mit Waaghaus (links) und Rathaus (rechts) thumb|Konzerthaus [[Bild:Ravensburg Weissenau Klosterkirche vom Innenhof.jpg|thumb|Ehemalige Abteikirche Weißenau]] thumb|Ottmar Hörl: Das Blaue Haus
- Die Historische Altstadt ist bis auf wenige Sanierungs-Bausünden (vor allem der 1970er-Jahre) in weiten Teilen noch erhalten; der Marienplatz teilt sie in die Oberstadt, die vor allem durch große Patrizierhäuser gekennzeichnet ist, und die mit Ausnahme der Bachstraße weitgehend geometrisch angelegte Unterstadt mit kleineren Handwerker-Häusern. Im Zentrum befindet sich das Ensemble aus Rathaus (mit reichgeschmückten historischen Ratssälen) und Waaghaus (städtisches Münz- und Eichamt sowie Kaufhalle) mit Blaserturm, am südlichen Ende des Marienplatzes das Kornhaus, vormals Sitz der oberschwäbischen Fruchtbörse, heute Stadtbücherei. Das Verkehrsamt mit dem Touristikbüro befindet sich im Weingartener Hof, dem ehemaligen Stadthaus des Reichsklosters Weingarten (Württemberg) an der Ecke Herren-/Kirchstraße gegenüber der Liebfrauenkirche am nördlichen Stadttor, dem Frauentor.
Die bekanntesten Türme und Tore sind:
- Mehlsack, 51 Meter hoher Turm, das Wahrzeichen der Stadt
- Blaserturm, ebenfalls 51 Meter hoch; vor der Stadterweiterung im 14. Jahrhundert Teil der Stadtbefestigung, danach zentraler Wachturm in der Stadtmitte, in einem Sturm 1552 eingestürzt und im italienischen Renaissancestil 1553- 1556 neu errichtet
- Obertor, Stadttor Richtung Osten
- Frauentor, Stadttor Richtung Norden
- Untertor, Stadttor Richtung Westen
- Sauturm oder Spitalturm, südwestlicher Eckturm der ehemaligen Stadtbefestigung, der als Stallung für das städtische Heilig-Geist-Spital diente und daraus seinen Namen ableitet
- Gemalter Turm, nordwestlicher Eckturm mit aufwändiger ornamentaler Bemalung
- Grüner Turm, nordöstlicher Eckturm der Unterstadt, durch die ehemalige städtische Bauhütte mit dem Frauentor verbunden; die Namensgebung geht auf die grün glasierten Dachziegel zurück
- Schellenbergerturm, nordöstlicher Eckturm der Oberstadt; auf Grund eines Blitzschlags mit nachfolgendem Brand teilweise zerstört, im Volksmund als Katzelieselesturm bekannt (nach einer legendären Bewohnerin)
- dazu kommen mehrere kleinere Turmbastionen, die als Geschützstellungen die langen Seiten der Stadtmauer unterteilen, sowie die Kirchtürme der drei Altstadt-Kirchen.
Weitere Sehenswürdigkeiten:
- Veitsburg, ehemals eine große Burg namens Ravensburg über der Stadt. Sie war Stammsitz der Welfen, bevor sie durch Erbvertrag an den Staufer Friedrich Barbarossa fiel und später in Reichsbesitz überging. Der spätere Name Veitsburg leitet sich von der St.Veit geweihten Burgkapelle ab. Im Dreißigjährigen Krieg wurde diese jedoch weitestgehend zerstört. Nur ein Teil des Burgfrieds blieb übrig, der 1751 im Auftrag des Stadtrates durch Johann Caspar Bagnato zu einem Schlösschen umgestaltet wurde. Das umgebende Plateau diente wohl schon zu keltischer Zeit als Fluchtburg.
- Konzerthaus, erbaut 1896-1897 vom im mitteleuropäischen Theaterbau führenden Wiener Büro Fellner & Helmer (Architekt: Ferdinand Fellner)
- die barocke ehemalige Prämonstratenserabtei Weißenau im südlichen Ortsteil Eschach
- Das Blaue Haus des Künstlers Ottmar Hörl am westlichen Stadteingang
Sport
Der EV Ravensburg spielt in der Eishockey-Oberliga Süd.
Regelmäßige Veranstaltungen
Rutenfest
[[Bild:Ravensburger_Handelsgesellschaft_Rutenfest_2004.jpg|thumb|Darstellung eines Transports der mittelalterlichen Großen Ravensburger Handelsgesellschaft beim Rutenfestumzug]] Das traditionelle Stadtfest Rutenfest, das jährlich vor Beginn der Sommerferien gefeiert wird, reicht in seinen Ursprüngen wahrscheinlich bis ins 14. Jahrhundert zurück. Der Name wird seit dem 19. Jahrhundert gern davon hergeleitet, dass Schulausflüge ins Grüne, bei denen die Schüler die Ruten für das kommende Schuljahr zu schneiden hatten, als Festanlass dienten. Historisch richtiger ist aber wohl die Erklärung, dass im Mittelalter die Rute die Grammatik bzw. deren Beherrschung symbolisierte, weshalb die Lateinschüler zum Schulabschluss mit der feierlichen Übergabe einer Rute geehrt wurden. Schülerfeste mit diesem Bezug sind auch aus anderen süddeutschen Orten bekannt, etwa aus Bopfingen und Landsberg am Lech (Ruethenfest).
Die Hingabe, mit der die Ravensburger und ehemaligen Ravensburger dieses Fest fünf Tage lang feiern, geht oft weit über ähnliche städtische Volksfeste hinaus. Nur halb im Scherz wird das Rutenfest daher gern auch als Ravensburger Nationalfeiertag bezeichnet. Die Türme und Häuser der Altstadt, aber auch die meisten Privathäuser selbst in modernen Wohngebieten und sogar viele Autos sind mit tausenden von Fahnen in den städtischen Farben blau-weiß geschmückt. Trommelgruppen der Ravensburger Schulen (seit dem 17. Jahrhundert belegt) und andere Trommelgruppen sowie Fanfarenzüge ziehen durch die Stadt, um die Familien Ihrer gegenwärtigen und ehemaligen Mitglieder sowie Freunde und Förderer anzutrommeln, so dass die Stadt tagelang von allgegenwärtigem Trommelklang und vielen privaten Gartenfesten geprägt ist.
Die offiziellen Programmpunkte, die von der Rutenfestkommission in Zusammenarbeit mit den Schulen und der Stadtverwaltung veranstaltet werden, ziehen auch viele Besucher aus der Region an.
thumb|Schützenkönig beim Adlerschießen 2004 Höhepunkte des Rutenfests sind
- der Frohe Auftakt in der Altstadt mit zehntausenden Besuchern
- die Vorstellungen des von Schülern dargebotenen Rutentheaters (seit 1697 belegt)
- der Historische Rutenfestzug durch die historische Altstadt Ravensburgs mit ca. 5.500 Mitwirkenden
- die Schießwettbewerbe für Schüler, deren ältester das von Schülern selbst organisierte Adlerschießen ist (seit 1823 belegt, zuletzt etwa 1000 Teilnehmer). Beim Adlerschießen schießen Gymnasiasten mit der Armbrust auf die Insignien und Federn eines hölzernen einköpfigen Reichsadlers; Schützenkönig ist der Schütze des Reichsapfels. Außerdem gibt es ein Bogenschießen der Realschüler und ein Armbrustschießen der Hauptschüler. Eine Besonderheit ist das Altenschießen, bei dem alle fünf Jahre tausende ehemaliger Ravensburger Gymnasiasten aller Altersstufen aus nah und fern nach Ravensburg kommen, um bei einem eigenen Schießen erneut auf den Adler zu zielen. Auch für das Bogenschießen wird inzwischen ein eigenes Altenschießen veranstaltet.
Fasnet
thumb|Papierkrattler der Schwarze-Veri-Zunft Seit den 1960er Jahren wird in Ravensburg auch wieder die mit Einführung der Paritätsverfassung abgeschaffte schwäbisch-alemannische Fasnet mit Umzügen und typischen Masken gefeiert. Treibende Kraft ist die nach einem Räuber des 19. Jahrhunderts benannte Schwarze-Veri-Zunft mit Räubern, Hexenlieseln und Papierkrattlern (einer Figur, die auf die frühe Papiermacherei in Ravensburg ab 1402 Bezug nimmt und die angebliche Hochnäsigkeit der Papiermacher karikiert). Hauptanziehungspunkt ist der große Narrensprung am Fasnetsmontag, an dem auch viele Zünfte der Umgebung teilnehmen. Die Schwarze-Veri-Zunft ist Mitglied des Alemannischen Narrenrings. In allen Ravensburger Teilorten gibt es ebenfalls Narrenzünfte.
Schon 1908 wurde die Fasnetsgesellschaft Milka e.V. gegründet, die sich aber auf Saalveranstaltungen konzentriert. Der Name ist auf eine unpopuläre Milchpreiserhöhung zurückzuführen und steht für den Spottnamen "Milch-Kommandit-Aktien-Gesellschaft". Unter diesem Motto fand damals ein Umzug statt, auf dem der ganze Produktionszweig von Milch, Butter und Käse in origineller Aufmachung dargestellt wurde.
Andere Veranstaltungen
Die Oberschwabenschau ist eine alljährlich im Oktober stattfindende, traditionelle regionale Produktmesse mit landwirtschaftlichem Schwerpunkt.
Neuere jährliche Veranstaltungen sind das Spielefest Ravensburg spielt, der Stadtlauf Ravensburg läuft und das Jazzfestival Jazz in town.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Stadt
- Heinrich der Löwe, Herzog von Sachsen und Bayern, 1129 angeblich auf der Ravensburg geboren
- Franz Joachim Beich, bayerischer Hofmaler
- Anselm Erb, Abt des Klosters Ottobeuren
- Gustav Rümelin, Politiker, Sozialwissenschaftler und Statistiker
- Gebhard Fugel, Maler
- Otto Robert Maier, Verlagsgründer
- Karl Erb, Tenor
- Julius Herburger, Maler (Weblink)
- Hans Mayer, Puppenspieler, bekannt als Kasperle-Mayer
- Hermann Waibel, Künstler
- Klaus Schwab, Gründer des Weltwirtschaftsforums
- Robert Schad, Bildhauer
- Kai Diekmann, Chefredakteur und Herausgeber der Bild-Zeitung
- Bertram Kaes, Macher der Veranstaltung Ravensburg spielt und Spieleerfinder
- Jürgen Bretzinger, Film- und Fernseh-Regisseur (u.a. Tatort, Polizeiruf 110, Wolffs Revier); Mitglied des Stadtrates
Oberbürgermeister
Sonstige Persönlichkeiten
- Heinrich der Schwarze, Herzog von Bayern, starb in Ravensburg
- Ulrich von Schmalegg-Winterstetten, Minnesänger
- Johannes Susenbrot, Lateinlehrer in Ravensburg und europaweit beachteter Lehrbuchautor
- Heinrich Institoris, Verfasser des Hexenhammers, führte seinen ersten Hexenprozess in Ravensburg
- Johann Caspar Bagnato, Baumeister, lebte und arbeitete zeitweise in Ravensburg
- Heinrich Hansjakob, badischer Politiker und Heimatschriftsteller, besuchte in seiner Zeit als Pfarrer von Hagnau am Bodensee oft und gerne die heute noch bestehende Kneipe Räuberhöhle in Ravensburg
- Peter Scherer, Fotograf
- Horst Kalbhenn, Maler und Bildhauer (Weblink)
- Theophil Wurm, evangelischer Bischof, 1913-1920 Pfarrer in Ravensburg
- Helmut Thielicke, evangelischer Theologe, 1941-1942 Pfarrer in Ravensburg
- Ernst Jünger, Schriftsteller, wohnte zeitweise in Ravensburg
- Karl Aloys Schenzinger, Unterhaltungs-, Sachbuch- und NS-Propagandaautor, wuchs in Ravensburg auf
- Hans Gradmann, Botaniker, zeitweise Lehrer in Ravensburg
- Josef W. Janker, Schriftsteller, lebt in Ravensburg
- Ulrich Müller, 1998-2004 baden-Württembergischer Umwelt- und Verkehrsminister, November 2004 bis April 2005 Minister des Staatsministeriums und für europäische Angelegenheiten, lebt in Ravensburg
Literatur
- Johann Georg Eben: Versuch einer Geschichte der Stadt Ravensburg von Anbeginn bis auf die heutigen Tage. 2 Bände. Gradmann, Ravensburg 1835 (Nachdruck: Genth, Oggelshausen 1987)
- Tobias Hafner: Geschichte der Stadt Ravensburg. Dorn, Ravensburg 1887
- Aloys Schulte: Geschichte der grossen Ravensburger Handelsgesellschaft. 3 Bände. Stuttgart und Berlin 1923 (Nachdruck: Steiner, Wiesbaden 1964)
- Alfons Dreher: Geschichte der Reichsstadt Ravensburg und ihrer Landschaft von den Anfängen bis zur Mediatisierung 1802. 2 Bände. Dorn, Ravensburg 1972 ISBN 3-87437-087-4 (Band 1) und ISBN 3-87437-085-2 (Band 2)
- Rudi Holzberger: Ravensburg. Ansichten und Profile. Oberschwäbische Verlagsanstalt, Ravensburg 1987 ISBN 3-926891-00-9
- Alfred Lutz: Ravensburg. Porträt einer ehemaligen Freien Reichsstadt. 2. Auflage, Biberacher Verlagsdruckerei, Biberach 1991 ISBN 3-924489-37-8
- Helmut Binder, Alfred Lutz, Markus Glonegger: Das Ravensburger Rutenfest in Geschichte und Gegenwart. Biberacher Verlagsdruckerei, Biberach 1997 ISBN 3-924489-87-4
- Peter Eitel (Hrsg.): Ravensburg im Dritten Reich. Beiträge zur Geschichte der Stadt. Oberschwäbische Verlagsanstalt, Ravensburg 1997 ISBN 3-926891-19-X
- Albert Schmid (Hrsg.): Fasnacht in Ravensburg. Ein Streifzug von 1353 bis heute. Oberschwäbische Verlagsanstalt, Ravensburg 2000 ISBN 3-926891-25-4
- Peter Eitel: Ravensburg im 19. und 20. Jahrhundert: Politik, Wirtschaft, Bevölkerung, Kirche, Kultur, Alltag. Thorbecke, Ostfildern 2004 ISBN 3-7995-0138-X
- Alfred Lutz: Zwischen Beharrung und Aufbruch. Ravensburg in den Jahren 1810 bis 1847. (Zugleich Dissertation der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, 1999). Aschendorff, Münster 2005 ISBN 3-402-05912-6
Weblinks
- Internetpräsenz der Stadt Ravensburg
- Linkliste Ravensburger Schulen
- Rutenfest
- Blaserturm.de
- Oberschwabenhallen
- Ein digitaler Spaziergang durch Ravensburg
Ravensburg ist auch der Name einer Burg in Sulzfeld (Baden), nach der die Freiherren Göler von Ravensburg benannt sind. Auch die Burg Ravensberg bei Borgholzhausen im Ravensberger Hügelland wird manchmal als Ravensburg bezeichnet.
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