Dražov
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Dražov (deutsch Trossau) ist eine Ortschaft der Gemeinde Stanovice (Donawitz), Okres Karlovy Vary in Tschechien.
Der Ort liegt ca. 8 Kilometer südlich von Karlsbad. Geografisch liegt der Ort auf einem Ausläufer des Tepler Hochlandes.
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Ortsgliederung
Das Dorf selbst besteht bzw. bestand aus den Ortsteilen Obertrossau und Untertrossau und den Gehöften, Lohwasserhof, Steinmetzhof, Strunznberg, Schneidawenzlhof, Modatischler und der Fabrik an der Schafbrücke bei Neukanitz.
Untertrossau liegt in der Talsenke des Trossauer Baches und dem gegenüberliegenden Berghang im Osten. Durch Untertrossau fließt der Trossauer Bach, der auf der Neukaunitzer Gemarkung entspringt und bei Donauwitz in den aufgestauten Lamitzbach fließt.
Landschaft
Im Norden des Ortes liegen der Trossauberg und der Hutbühl. Im Osten liegt der Rußberg, der Bodererberg und der Trom ( die höchste Erhebung mit 712 m ). Im Süden liegt die Haich, und der Strunznberg.
Geschichte
Hermann Jakob schreibt in seiner Chronik aus dem Jahre 1992, von einer keltischen Namensgebung ( Droissaw). Urkundlich wurde der Ort im Jahre 1387 durch eine Beleihungsurkunde des Königs Wenzels IV von Böhmen mit diesem Namen erwähnt. Eine Übernahme des Namen durch die böhmischen Adeligen „ Drasowsky" aus dem Jahr 1475 durch die deutschen Siedler kann ebenfalls angenommen werden
Auf Grund der baulichen Struktur des Ortes und ethnologischen Merkmalen kann man davon ausgehen, dass der Ort in seiner heutigen Form von Thüringern schon Ende des 12. Jahrhundert besiedelt wurde. Im Gegensatz zu den bayerischen Runddörfern im Süden des Egerlandes ist Trossau ein Straßendorf, dass auf eine erste deutsche Einwanderung im 12. Jahrhundert aus Thüringen schließen lässt.
Das westliche Böhmen war nach dem Verschwinden der keltischen Boyer, von den Markomannen, den Quaden, und auch den Langobarden für eine gewisse Zeit besiedelt. Diese Völker zogen während der Völkerwanderung nach Westen und Süden weiter. In den verlassenen Siedlungsraum drangen slawische Stämme vor. Deren Siedlungsgebiet erstreckte sich nach der Völkerwanderung weit nach Westen. Die Räume an den Rändern des böhmischen Kessels mit dem rauen klimatischen Bedingungen, wurden von den Slawen wieder verlassen.
In diese entvölkerten Gebiete kamen danach, auf Wunsch des slawischen Adels, Bayern, Thüringer und Sachsen und andere Siedler. Durch die zahlreichen Klostergründungen kamen Bauern, Bergleute und Handwerker in diese Region und erfüllten diese Gegend mit neuem Leben.
Die Einwohner lebten von der Landwirtschaft, dem Handel, vom Handwerk und vom Bergbau. Die private katholische Kirche in Trossau ist auch noch heute das Wahrzeichen des Ortes. Der Ort gehört zur Pfarrei Donauwitz.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurden die deutschen Einwohner vertrieben und ihre Häuser von tschechischen und slowakischen Umsiedlern übernommen. Ein kleiner Teil der deutschen Bevölkerung konnte in ihrer Heimat verbleiben. Viele der von den deutschen Bewohnern zurück gelassenen Häuser verfielen im Laufe der Zeit. Zur Zeit leben in dieser ehemals 1000 Einwohner zählenden Gemeinde noch 80 Einwohner.
Weblinks
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