Rechts
Rechts im ursprünglichen Sinne meint eine Abweichung von der gedachten Geradeauslinie im Uhrzeigersinn (als Gegenteil von links). Das idg. reg als sprachgeschichtliche Wurzel stand eigentlich für geradeaus, aufrichten, recken, geraderichten und wurde auch für das Gute, Wahre und Vollkommene angewandt. Mit der biologisch-kulturell geprägten Kultur der Rechtshändigkeit war die rechte Hand naturgemäß die "richtige" und dominierende, wodurch das Attribut mit der Zeit auch für die Richtung angewandt wurde.
Darüber werden im politischen Spektrum Parteien, Gruppierungen und Strömungen mit überwiegend konservativen, nationalistischen und elitären Ideen mit dem Attribut rechts versehen (zu den verschiedenen Interpretationen siehe Politisches Spektrum, Abschnitt Typische Interpretationen). Die Verwendung der selben Wortwurzel für "rechts" und "Recht" begegnet auch im Französischen ("droit").
Das rechte Ufer eines Flusses bezieht sich auf die Blickrichtung von der Quelle zur Mündung. In der Heraldik definiert der Standpunkt des Schildträgers die rechte Seite eines Wappens (siehe auch Blasonierung).
