Redstone (Rakete)
thumb|right|200px|Mercury Redstone IV Rakete thumb|right|200px|Juno-1 Rakete
Redstone ist die Bezeichnung der ersten amerikanischen ballistischen Mittelstreckenrakete, die noch auf der Technologie der deutschen A-4 Rakete basierte. Die Entwicklung dieses Raketentyps wurde auf dem Redstone Arsenal in Huntsville (Alabama) unter Beteiligung der deutschen Raketentechnikergruppe unter Walter Dornberger und Wernher von Braun durchgeführt. Die Rakete konnte einen nuklearen Sprengkopf von ca. 3000kg (Sprengkraft 3750 KT) über 320 km tragen. Die Stationierung erfolgte in Deutschland und der Türkei (wo sie nach der Kubakrise abgebaut wurden). Der Erststart erfolgte 20. August 1953. Bis zum letzten Start am 30. November 1965 erfolgten 56 Starts bei 28 Fehlstarts.
Auf Grund der relativ erprobten Technologie konnte kurzfristig nach dem Sputnik-Schock eine Trägerrakete abgeleitet werden, mit deren Hilfe diverse Satelliten (unter anderem auch der erste amerikanische Satellit Explorer 1) und die ersten bemannten suborbitalen Raumflüge mit Mercury-Kapseln durchgeführt wurden.
Varianten
- Die Redstone-Variante für Wiedereintrittstests für Interkontinentalraketen wurde als Jupiter-C bezeichnet. Sie bestand aus der Redstone-Rakete und zwei Feststoffoberstufen. Zwischen 1956 und 1957 starteten drei Raketen.
- Die Redstone-Variante für den Start des ersten amerikanischen Erdsatelliten wurde als Juno-1 bezeichnet. Sie bestand aus der Redstone-Rakete und drei Feststoffoberstufen. 1958 starteten sechs Raketen. Drei Starts davon misslangen.
- Die Redstone Mercury für den Start der Mercury-Kapseln besaß nur eine Antriebsstufe.
- Daneben gab es noch die Redstone Sparta. Sie wurde für einige suborbitale Testflüge 1966 in Woomera und zum Start von Australiens ersten künstlichen Erdsatelliten Wresat eingesetzt.
Weblinks
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