Referenzmonitor
Ein Referenzmonitor ist in der Informatik eine logische Einheit (ein abstraktes Modell, oder auch eine konkrete Implementation) die für die Kontrolle und Durchsetzung von Zugriffsrechten zuständig ist. Das heisst, der Referenzmonitor entscheidet für jeden Zugriff eines Subjektes (also eines Akteurs wie Benutzers oder Prozesses) auf ein Objekt (Daten beliebiger Art) anhand von Regeln, ob der Zugriff erlaubt wird. Dabei sind folgende Eigenschaften entscheident:
- Subjekte können nicht direkt, sondern nur durch den Referenzmonitor auf Objekte zugreifen.
- Der Referenzmonitor selbst muss vor Manipulation geschützt sein.
- Sekundärdaten (insbesondere die definition der Regeln, Logfiles, etc) müssen vor Manipulation geschützt sein.
- Der Referenzmonitor muss eine wohldefinierte Schnittstelle besitzen
- Das Verhalten des Referenzmonitors muss eindeutig spezifiziert sein und die Regeln korrekt umsetzen.
- Die Implementation des Referenzmonitors muss korrekt sein. Evtl. wird dafür eine formale Verifikation gefordert.
Diese Eigenschaften des Referenzmonitors eines Sicherheitssystems sind wichtige Kriterien für die Beurteilung der Sicherheit von Computersystemen. Sie sind Voraussetzung für eine Zertifizierung für die höheren Stufen der gängigen Sicherheitszertifikate wie TCSEC und ITSEC.
