Reichenbach im Vogtland

Wappen Karte
140px|Wappen der Stadt Reichenbach 140px|Deutschlandkarte, Position von Reichenbach im Vogtland hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Regierungsbezirk: Chemnitz
Landkreis: Vogtlandkreis
Höhe: 380 m ü. NN
Fläche: 29,73 km²
Einwohner: 22.392 (30.11.2004)
Bevölkerungsdichte: 753 Einwohner je km²
Postleitzahl: 08468
Vorwahl: 03765
Kfz-Kennzeichen: V<code>
Gemeindeschlüssel: 14 1 78 510
Adresse der Stadtverwaltung: Markt 1
08468 Reichenbach/Vogtl.
Website: www.reichenbach-vogtland.de
E-Mail-Adresse: stadt@reichenbach-vogtland.de
Politik
Oberbürgermeister: Dieter Kießling (CDU)

Reichenbach im Vogtland ist die größte Stadt des sächsischen Vogtlandkreises.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Stadt liegt in Südwestsachsen, etwa 18 km von Plauen und 19 km von Zwickau entfernt.

Nachbargemeinden

Angrenzende Gemeinden im Vogtlandkreis sind Heinsdorfergrund, Lengenfeld, Limbach, Mylau und Neumark. Im Norden grenzt Reichenbach an die zum thüringischen Landkreis Greiz gehörende Gemeinde Mohlsdorf und an die Kreisstadt Greiz.

Geschichte

1212 wurde das Waldhufendorf Oberreichenbach gegründet. An dessen unteren Ende legten die Burgherren von Mylau um 1240 eine Stadt an, die spätestens 1271 das Stadtrecht ("civitati richenbach" (Reichenbach, wegen den zwei wasserreichen Bächen: Raum- und Seifenbach); möglicherweise schon seit 1240) erhielt. 1529 setzte sich die Reformation durch. Im 17. Jahrhundert war Reichenbach ein angesehenes Zentrum der Tuchmacherei, verlor jedoch ab 1700 durch Stadtbrände (1720 und 1773) und nachlassendes Wirtschaftswachstum an Wohlstand. Mit der Einführung der Streichgarn- und Kammgarnspinnerei ab 1825 setzte eine neue Wachstumsphase ein, die bis zum Ersten Weltkrieg anhielt. 1833 brannte bei einem großen Stadtbrannt das Rathaus (stand direkt auf dem Markt) ab und wurde an der heutigen Stelle wieder aufgebaut. 1846 wurde die Eisenbahnlinie Plauen-Hof fertiggestellt, wodurch der Industrialisierungsprozess beschleunigt wurde.

Am 21. März und am 17. April 1945 wurden bei amerikanischen Bombenangriffen zahlreiche Wohnhäuser zerstört und fast 200 Bürger getötet. Von 1924 bis 1947 war Reichenbach kreisfreie Stadt und von 1952 bis 1995 Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises Reichenbach.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember): thumb|right|250px|Bevölkerungsentwicklung

1834 bis 1933

1946 bis 1997

1998 bis 2003

Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen

1 29. Oktober
2 31. August

Politik

Wappen

1753 tauchte das erste Mal das Stadtwappen auf einem Gesangbuch auf.

Wappenbeschreibung:

"In Blau eine goldene Mauer mit zwei rotbedachten goldenen Türmen, jeder mit einem großen und zwei kleinen Fenstern, der rechte mit goldenem Knopf, der linke mit goldener Fahne; zwischen den Türmen golden nimbiert und gekleidet der heilige Petrus mit silbernem Gesicht und silbernen Händen, in der Rechten einen goldenen Schlüssel und in der Linken ein Buch mit rotem Einband und silbernem Buchblock haltend."

Städtepartnerschaften

Reichenbach unterzeichnete 1988 einen Städtepartnerschafts-Vertrag mit Nordhorn in Niedersachsen.

Wirtschaft und Infrastruktur

thumb|300px|Bahnhof

Verkehr

Südlich von Reichenbach führt die gut ausgebaute A 72 entlang. Ferner kreuzen sich hier die Bundesstraßen 94 und 173. Die Stadt ist gleichfalls eine wichtige Bahnstation an der Sachsen-Franken-Magistrale, da sie den südlichen Endpunkt des elektrischen Streckennetzes in Westsachsen darstellt.

Ansässige Unternehmen

Zwischen dem bebauten Stadtgebiet und der A 72 hat die Stadt nach der Wiedervereinigung ein neues Gewerbegebiet ausgewiesen. Alte Industriebetriebe im Stadtzentrum wurden hingegen stillgelegt.

Vorherrschende Branchen:

Medien

In Reichenbach betreibt die Deutsche Telekom AG auf einem Fernmeldeturm aus Beton einen Rundfunksender für UKW unter anderem für Vogtlandradio. Der Sender Reichenbach/Vogtland ist nicht zu verwechseln mit dem Mittelwellensender Reichenbach in Reichenbach (Oberlausitz), über den das Programm von MDR Info auf 1.188 kHz abgestrahlt wird.

Bildung

2002 gab es ein Gymnasium, drei Mittelschulen und drei Grundschulen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

thumb|Neuberinhaus (Theater- und Konzerthaus)

Museen

Neuberin-Museum (Theatergeschichte, Heimatmuseum)

Musik

Reichenbach ist Sitz der Vogtland-Philharmonie.

Bauwerke

thumb|right|Göltzschtalbrücke

Vier Kilometer westlich der Stadt befindet sich die Göltzschtalbrücke, die größte Ziegelsteinbrücke der Welt. Sehenswert sind ferner der im Bauhausstil errichtete Wasserturm sowie die Pfarrkirche Peter und Paul mit einer Silbermann-Orgel von 1725.

Naturdenkmäler

Tropfsteingrotte und Alaunwerk "Mühlwand"

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Söhne und Töchter der Stadt

Weblinks



Koordinate: 50° 37' 0" N 12° 18' 0" O

See also: Reichenbach im Vogtland, 1212, 1240, 1271, 1529, 17. April, 17. Jahrhundert