Rekkared I.

Rekkared I. war König der Westgoten von 586 - 601. Verheiratet war er mit Baddo.

Bereits 573 wurde er zusammen mit seinem älteren Bruder Hermenegild von ihrem Vater Leovigild zum Mitregenten ernannt. Da sein Vater und Rekkared bislang dem arianischen Glauben anhingen schlug er in den Jahren 579 - 584 einen Aufstand seines katholisch gewordenen Bruders nieder. Er kämpfte auch gegen den Burgunderkönig Guntram um Grenzprovinzen. Nach dem Tod seines Vaters und seinem Regierungsantritt berief er katholische und arianische Bischöfe zu einem Religionsgespräch nach Toledo. In der Folge trat Rekkared 587 zum Katholizismus über, wobei durchaus auch politische Überlegungen eine Rolle gespielt haben dürften: Ein großer Teil der Probleme in seinem Reich entstanden durch den Dualismus zwischen den arianischen Goten und der katholischen Bevölkerung. Auf der 3. Synode von Toledo im Mai 589 wurde die Glaubenseinheit besiegelt. Mehrere Glaubenssätze und Disziplinarbestimmungen gingen in die Leges Visigothorum ein. Kritisch anzumerken ist dabei, dass in diesen Bestimmungen auch der Keim für die späteren Judenverfolgungen gelegt war. Rekkared starb am 31. Mai 601. Papst Gregor I. rühmt in seinem Briefwechsel mit Rekkared dessen Leistungen für die Kirche. Für Isidor von Sevilla wurde Rekkared zum Symbol der geistigen Einheit Spaniens.

Literatur:

Vorgänger:
Leovigild
Westgotischer König Nachfolger:
Liuva II.
Personendaten
Rekkared I.
König der Westgoten
vor 573
31. Mai 601

See also: Rekkared I., 31. Mai, 573, 579, 584, 586, 587, 589