Rekombination
Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem biologischen Begriff der Rekombination. Für die physikalische Bedeutung von Rekombination siehe Rekombination (Physik)
Unter der genetischen Rekombination versteht man die bei der geschlechtlichen Fortpflanzung auftretende, zufällige Neukombination von Allelen.
Man unterscheidet zwischen
- der intrachromosomalen Rekombination, bei der es während der meiotischen Prophase I zu einem Stückaustausch zwischen väterlichen und mütterlichen homologen Chromosomen kommt (siehe Crossing over bzw. Rekombinase), und
- und der interchromosomalen Rekombination, bei der während der Meiose ganze mütterliche und väterliche Chromosomen zufällig auf die zwei entstehenden Tochterzellen verteilt werden.
Der Stückaustausch zwischen zwei homologen Chromosomen ist unter anderem die Ursache für die schnellere Variation der Lebewesen, denn durch die Neukombination des genetischen Materials können neue, bisher nicht existente Merkmale oder Merkmalskombinationen entstehen. Die Rekombination ist daher einer der Faktoren der Evolution.
