Religionsstifter
Als Religionsstifter werden Personen bezeichnet, die den Anstoß zur Gründung einer Religion gaben, oder auf die sich eine Religionsgemeinschaft als Quelle bezieht.
Religionsstifter der Weltreligionen
Die bekanntesten Religionsstifter der ältesten Weltreligionen sind (in zeitlicher Reihenfolge):
- Mose gilt als Begründer des (Judentums)
- Zarathustra, erschuf den Zoroastrismus - 7. Jahrhundert v. Chr. oder früher
- Laozi (Lao-Tse) begründete den Daoismus (Taoismus) - 6. Jahrhundert v. Chr.
- Konfuzius legte die Grundsteine für den Konfuzianismus im 5. bis 6. Jahrhundert v. Chr.
- Siddhartha Gautama wird als Gründers des Buddhismus angesehen - 6. Jahrhundert v. Chr.
- Jesus als Ursprung für das Christentum - zur Zeitenwende
- Mani für die untergegange Weltreligion des Manichäismus - 3. Jahrhundert n. Chr.
- Mohammed ist in nichtmuslimischen Augen der Begründer des Islams, die Muslime sehen in ihm den entscheidenden Propheten des seit Beginn der Menschheit existierenden Monotheismus, der mit dem Islam identisch sei. - 6. bis 7. Jahrhundert n. Chr.
- Baha'u'llah ist der Stifter der Baha'i - 1817-1892 n. Chr.
Die Einteilung hat in jedem Einzelfall eine individuelle Eigenheit. So hat sich Jesus sicher als Jude gesehen. Erst seine Nachfolger sind Christen. Gläubige Buddhisten sehen Siddhartha Gautama als einen Wiederentdecker der Buddhaschaft - und nicht als den Begründer.
Moderne Religionsstifter
Auch heute gibt es immer wieder Neugründungen von religiösen Gemeinschaften (neureligiöse Gemeinschaften).
