RenderMan
RenderMan ist der Name einer von den Pixar Animation Studios entwickelten Technologie für das Rendern von Computergrafiken, welche eine Implementierung von Pixars photorealistischem 3D-Beschreibungsstandard, der RenderMan Interface Specification, darstellt.
RenderMan ist an der Produktion der visuellen Effekte heutiger Hollywoodfilme wie Star Wars und Der Herr der Ringe beteiligt. Eine vollständige Auflistung stellt Pixar auf den RenderMan-Seiten bereit.
Der Name RenderMan ist nicht eindeutig, da er zur Bezeichnung zwei unterschiedlicher Dinge verwendet wird:
- RenderMan Interface Specification (RISpec): Pixars technische Spezifikation für ein Standard-Kommunikationsprotokoll (bzw. eine Schnittstelle) zwischen Modeling- und Renderingprogrammen, welche photorealistische Bilder erzeugen können. Dieses Konzept ähnelt PostScript, beschreibt aber 3D-Szenen anstatt 2D-Seitenlayouts. Die Schnittstelle wurde erstmals 1988 herausgebracht und zukunftssicher genug entworfen, um über Jahre hinaus mit technischen Neuentwicklungen mithalten zu können.
- PhotoRealistic RenderMan (PRMan): Ein Renderingprogramm für die RenderMan-Schnittstelle, welches von Pixar basierend auf der eigenen Spezifikation entwickelt wurde. Es wird intern bei Pixar eingesetzt, wird aber auch an andere Unternehmen lizenziert.
Pixar setzt zwei weitere wichtige Technologien zur Ergänzung von RenderMan ein: Marionette™ (ein Animationsprogramm für Modellierung, Animation und Beleuchtung) und Ringmaster™ (Verwaltungsprogramm für die Produktion zur Zeitplanung, Koordination und Beobachtung von Animationsprojekten).
Mittlerweile gibt es weitere Produkte die auf die RenderMan Interface Specification' aufsetzen, unter anderem das Open-Source Projekt Aqsis.
Weblinks
Siehe auch: 3D-Computergrafik
