Retrodigitalisierung
Als Retrodigitalisierung oder Retrospektive Digitalisierung bezeichnet man die Digitalisierung analoger Publikationen (u.a. Printmedien, Filme, Tonbänder).
Retrodigitalisierung wird vor allem von und für Bibliotheken und Archiven eingesetzt, um vom Zerfall gefährdete Werke für die Nachwelt zu erhalten und für die breitere Nutzung zu erschließen.
Ein bekanntes Beispiel ist die digitalisierte Version der Gutenberg-Bibel.
Die Digitalisierung von Katalogen zur Erschließung der darin verzeichneten Bestände wird auch Retrokonversion genannt.
Die Retrodigitalisierung ist auch oft mit der Archivierung auf Mikroformen verbunden, da diese eine wesentlich größere Haltbarkeit als digitale Speichermedien besitzen. Zur Langzeitarchivierung von digitalisierten Medien und Elektronischen Publikationen (z.B. Netzpublikationen), müssen geeignete Strategien überlegt werden, um die Daten und Inhalte auch in künftig genutzten Systemen (Hardware und Software) noch darstellen und verwerten zu können.
Ein großes österreichisches Retrodigitalisierungs-Projekt ist Austrian Literature Online.
Weblinks
- Umfangreiche Übersicht von Sammlungen digitalisierter Werke
- Linksammlung der UB Heidelberg
- Göttinger DigitalisierungsZentrum
- http://www.gutenbergdigital.de/
- Deutsche Drucke des 16. Jahrhunderts, als Faksimiles digitalisiert im Internet
- Übersicht von Digitalisierungsprojekten
! Kategorie:Medien
