Rettungswagen

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Rettungswagen
Fahrzeugdaten
Besatzung: unterschiedlich; häufig: 1 Rettungsassistent, 1 Rettungssanitäter
verwendet von : Feuerwehr, DRK, ASB, MHD, JUH, Rettungsdienste der (Land-)Kreise, usw.
Verwendet bei: akuten Notfällen

Rettungswagen (Abkürzung RTW) sind Fahrzeuge des Rettungsdienstes für die Notfallrettung. Sie werden benutzt, um Notfallpatienten zu versorgen und ggf. in eine geeignete Klinik zu transportieren. Vom RTW zu unterscheiden ist der Krankentransportwagen (KTW), der für den qualifizierten, jedoch medizinisch i.d.R. unkritischen Krankentransport vorgesehen ist.

Inhaltsverzeichnis

Aufgaben

Aufgaben des Rettungswagens sind:

Kurzbezeichnungen und Funkrufnamen

[[Bild:Rtwnef.jpg|thumb|RTW und ]] Wie bei allen Rettungsdienstfahrzeugen (in Deutschland) werden auch bei Rettungswagen die Haupteigenschaften in einer Kombination aus Buchstaben beschrieben. Hierbei bedeutet RTW = Rettungswagen.

Die BOS-Funkkennungen der Rettungswagen sind je nach Bundesland und Träger unterschiedlich. In der Regel werden die Kennzahlen "83" und "71" benutzt, also z.B. ../83/.. und ../71/..

Verwendung und Spezialformen

Der Rettungswagen wird für nahezu alle Notfälle verwendet, wie z.B. traumatische/chirurgische (Verkehrsunfälle), internistische (Herzinfarkte, Schlaganfälle) und ähnliches.

Besatzung

Die personelle Besetzung der Rettungswagen ist in den Landesrettungsdienstgesetzen der einzelnen Bundesländer festgelegt. In der Regel werden je ein Rettungsassistent (in Deutschland) bzw. ein Notfallsanitäter (in Österreich) und ein Rettungssanitäter eingesetzt.

Technik

Normung

thumb|Innenansicht eines RTWs Sie sind so ausgelegt, dass ein Patient optimal versorgt werden kann. Ihre Abmessungen (sowohl Innenraum als auch außen) ist durch Euronorm (DIN EN 1789) geregelt, ebenso die Ausstattung.

Farbgebung

Weit verbreitet sind die Farben weiß und rot sowie beige (RAL 1014) als Grundfarben für Rettungsdienst-Fahrzeuge. Für die rote Farbe können dabei verschiedene Farbtöne verwendet werden, so etwa feuerrot (RAL 3000) oder auch tagesleuchtrot (RAL 3024). Nicht selten wird die Grundfarbe durch umlaufende andersfarbige Streifen oder andersfarbige Folien-Beklebung ergänzt. Es gibt auch Fahrzeuge, die mit einer stilisierten EKG-Linie "verziert" wurden. Reflexmaterial und teilweise auch Konturmarkierungen ergänzen die passive Sicherheit. Eine einheitliche optische Gestaltung der Rettungswagen findet man im Bundesland Schleswig-Holstein. In Nordrhein-Westfalen gab es früher ein einheitliches Aussehen, während der Freistaat Bayern kürzlich das bisherige Standard-Design wieder verworfen hat. Ob eine europaweit einheitliche Grundfarbe (leuchtgelb ist in der Diskussion) realisiert werden kann, ist anscheinend derzeit noch unklar.

Üblich ist es zumindest in Deutschland, Rettungswagen so zu beschriften (z.B. auf den Türen), dass eine einwandfreie Zuordnung des Fahrzeugs zu seinem Eigner und seiner Besatzung auch unabhängig vom KFZ-Kennzeichen erfolgen kann.

Geschichte

fehlt

Grundsätzliches

Der Rettungsdienst liegt in der Bundesrepublik Deutschland gemäß der föderalen Staatsordnung bei den Bundesländern. Diese haben 16 -- inzwischen höchst unterschiedliche -- Rettungsdienstgesetze, -verordnungen, Ausführungsbestimmungen und Musterdienstanweisungen erlassen. Daher ist es nicht möglich, einen Rettungswagen so zu beschreiben, dass die Beschreibung in ganz Deutschland Gültigkeit besitzt. Dieser Eintrag versuchtn dennoch, trotz dieser Einschränkung so allgemeingültig wie möglich zu sein.

Ausstattung

Rettungswagen nehmen für ihre Einsätze häufig Wegerechte in Anspruch - wenn es der Zustand des Patienten verlangt - und sind dementsprechend mit Sondersignal (Blaulicht und Folgetonhorn) ausgestattet.

[[Bild:Krankentrage-ferno.JPG|thumb|right|Krankentrage eines RTW]] In einem Rettungswagen werden alle Medikamente und Geräte vorgehalten, die zur Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen bis zum Erreichen der Klinik notwendig sind.

Zur leichteren Versorgung der Patienten am Einsatzort ist ein Teil der medizinische Ausrüstung in speziellen genormten Notfallkoffern untergebracht. Zunehmend kommen auch Notfallrucksäcke zum Einsatz.

Diagnose:
Stethoskop, Blutdruckmessgerät, Pupillenleuchte, Reflexhammer, Blutzuckermessgerät / -messstreifen, digitales Fieberthermometer, Pulsoximeter, Kapnometer (seltener)
Kreislauf:
Infusionslösungen, Geräte und Material für die Zufuhr sowie zum Aufwärmen von Infusionen, Spritzenpumpe (seltener), Defibrillator/EKG/Herzschrittmacher, Antischockhose
Atmung:
Sauerstoffflaschen, Beatmungsgerät / Sauerstoffinhalationsgerät, Intubationsbesteck, Tuben, Beatmungsbeutel, Absaugpumpe
Sonstiges:
Medikamente, Set für Vergiftungsnotfälle, Verbandmaterial, Set zur Brandwundenversorgung, notfallchirurgisches Besteck, Schienen zur Ruhigstellung von Armen und Beinen, Vakuummatratze / Spineboard (Gerät zur Ganzkörper-Immobilisation), KED, Stifneck (Gerät zur Ruhigstellung der Halswirbelsäule), Material zur Amputatversorgung, Schaufeltrage, Fahr- und Rolltrage, Tragestuhl

Siehe auch

Ähnliche Fahrzeuge: Krankentransportwagen, Notarztwagen

Weblinks

See also: Rettungswagen, Absaugpumpe, Amputation, BOS-Funk, Bayern, Beatmungsbeutel, Beatmungsgerät, Besatzung, Blaulicht, Blutdruck