Reuss (Fluss)
| thumb|none|Blick vom Furkapass auf das Urserental, mit Andermatt und dem Oberalppass im Hintergrund |
| thumb|none|Teufelsbrücke in der Schöllenenschlucht um 1900 |
Die Reuss ist ein Fluss in der Schweiz. Sie ist 158 Kilometer lang und hat ein Einzugsgebiet von 3425 Quadratkilometern. Damit ist sie nach Rhein, Aare und Rhône der viertgrösste Fluss der Schweiz.
Die Reuss entspringt im Gotthardmassiv, am Gotthardpass und am Furkapass auf 2431 m.ü.M.. Gotthardreuss und Furkareuss vereinigen sich im Urserental und fliessen nach Osten.
Bei Andermatt biegt der Fluss nach Norden ab und durchquert die Schöllenenschlucht. Die unwegsame Schöllenenschlucht mit ihren steilen, Hunderte Meter hohen Granitwänden war im Mittelalter das Hindernis zur Erschliessung des Gotthardpasses, das nur durch schwierige Kunstbauten wie das Urnerloch und die Teufelsbrücke überwunden werden konnte. In der Schöllenen befindet sich auch ein dem russischen General Suworow gewidmetes Denkmal, das an seine Alpenüberquerung erinnert.
Bei Göschenen verlassen Bahn und Autobahn die Gotthardtunnel. Bis Erstfeld folgen weitere Schluchten, dann geht es durch die breite Ebene des Urner Reusstals, bis die Reuss bei Flüelen in den Vierwaldstättersee mündet.
In Luzern verlässt sie den See wieder und fliesst als breiter Fluss mit vielen Schlaufen und Windungen in zuerst östlich, dann nördlicher Richtung durch das Reusstal vorbei an alten Städtchen wie Bremgarten und Mellingen, bis sie unterhalb von Windisch beim Wasserschloss in die Aare mündet.
Die wichtigsten Reuss-Seitentäler sind:
- im Kanton Uri: Göscheneralptal, Maderanertal, Erstfeldertal, Schächental, Isental
- im Kanton Schwyz: Riemenstaldertal, Muotatal
- im Kanton Nidwalden: Engelbergertal
- im Kanton Obwalden: Sarneraatal
- im Kanton Luzern: Tal der Kleinen Emme/Entlebuch
