Römisch-deutscher König

Zu den altrömischen Königen siehe: Römische Königszeit und Liste der altrömischen Könige


Römisch-deutscher König ist die in der neueren Literatur, so auch in der Wikipedia verwendete Bezeichnung für die Könige des Heiligen Römischen Reiches. Römischer König oder König der Römer (lateinisch: Rex Romanorum ) ist die seit der späten Salierzeit gängige Titulatur der deutschen Herrscher des Mittelalters nach ihrer Königskrönung. Die moderne Terminologie lehnt sich an den Begriff des Römisch-deutschen Kaisers an und vermeidet Verwechslungen mit dem späteren preußischen Königtum.

Der Titel tritt während der späten Ottonenzeit auf, besonders zur Zeit Kaiser Heinrichs II. Die Salier benutzten diesen Titel verstärkt und er wurde zu ihrer Zeit auch gängige Titulatur. Im Gegensatz zum Titel Rex Teutonicorum (Deutscher König oder König der Deutschen) implizierte der Rex Romanorum einen imperialen Anspruch (siehe Römisch-deutscher Kaiser und Kaiser), der besonders vom Papsttum abgelehnt wurde.

Im späten Mittelalter wurde er zum üblichen Titel für Herrscher, die noch nicht zum Kaiser gekrönt waren. In der frühen Neuzeit - als der Kaisertitel fast ununterbrochen beim Haus Habsburg verblieb - wurde die Bezeichnung Römischer König zu einer Art Kronprinzentitel. Er wurde zu Lebzeiten seines Vorgängers vorgeschlagen, gewählt und gekrönt und galt somit als designierter Nachfolger.

Napoleon I. verlieh seinem Sohn in Anlehnung daran den Titel Roi de Rome (König von Rom).

Siehe auch

Literatur


See also: Römisch-deutscher König, Haus Habsburg, Heinrich II. (HRR), Helmut Beumann, Kaiser, König, Lateinische Sprache, Liste der altrömischen Könige, Liste der römisch-deutschen Herrscher, Napoleon Franz Herzog von Reichstadt