Ribera del Duero
Ribera del Duero ist ein Weinbaugebiet in der Region Kastilien-León, Spanien. In den 1980er und 1990er Jahren erlebte das Gebiet eine sagenhafte Entwicklung und gehört mittlerweile zu den bekanntesten Regionen Spaniens und hat sich auf den internationalen Märkten neinen guten Namen erarbeitet. 18.450 ha Rebfläche sind aktuell (2003) bestockt.
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Geschichte
Die Geschichte des Weinbaus in Ribeira del Duero ist lang. 1972 entdeckte man im Städtchen Baños de Valdearados ein nahezu 2000 Jahre altes römisches Mosaik. Auf einer Größe von 66 m² wird die Gottheit Bacchus mit Ariadne und Ampelos dargestellt. Trotz der Belege aus frühester Zeit beginnt der systematische Weinbau im 10. und 11. Jahrhundert mit der Gründung der Städte San Esteban de Gomaz, Roa de Duero, Arando de Duero oder Peñafiel. Schon bald entwickelte sich der Wein zu einem Handelsgut in das übrige Kastilien. Schon im 15ten Jahrhundert wurden erste gesetzliche Bestimmungen bezüglich des Anbaus und des Handels verabschiedet. Trotz einiger Rückschläge entwickelte sich das Gebiet bis Ende des 19ten Jahrhunderts weiterhin positiv; die Rebfläche war auf fast 50.000 ha angewachsen. Die Reblaus sowie die Agrarpolitik Francos führten zu einer echten Krise. Durch den beständigen Beweis eines Qualitätsanbaus durch das Weingut Vega Sicilia erhält das Gebiet am 21. Juli 1982 den Satus einer D.O. (Denominacion de Origen) . Zu jener Zeit waren 13 Weingüter zugelassen und die Rebfläche betrug ca. 6000 ha. Heute sind 178 Weingüter von der Regulkierungsbehörde anerkannt, die ihr Rebmaterial von insgesamt 8135 Winzern beziehen.
Klima
Das Klima ist trocken mit einer Niederschlagsmenge von ca. 450 mm/ Jahr und einer durchschnittlichen Sonnscheindauer von 2350 Stunden /Jahr. Die Sommer sind heiß mit Tagesmaxima bis 40°C und die Winter sind vergleichsweise lang. Es wurden Minima von -18°C gemessen. Durch den langen Winter beschränkt sich die für den Weinbau relevante Vegetationszeit auf ca. 110 Tage. Typisch sind auch starke Tag-Nacht-Temperaturschwankeungen. Das Klima ist somit eine Mischung aus kontinentalem und mediteranem Klima.
Geographie
Der Fluß Duero gibt dem Gebiet seinen Namen. Ribeira del Duero ist insgesamt 115 km lang und bis zu 35 km breit; es beschränkt sich somit keineswegs nur auf Uferlagen am Fluß. Das Gebiet vereint Teile der 4 Provinzen Burgos, Segovia, Soria und Valladolid und ist Teil der sanft hügeligen kastilischen Hochebene. Die Tallagen befinden sich auf einer Höhe von 750 - 850 m über NN. . Ausserhalb der Lagen am Fluß sind die Böden sandig und liegen auf Gesteinsschichten aus Kalkstein.
Rebsorten
Ribeira del Duero ist eine der Gegenden, in denen der Tempranillo voll zur Entfaltung kommt. Diese Rebsorte heißt hier Tinta del Pais. Sie unterscheidet sich durchaus vom Traubenmaterial in Rioja. Am Duero sind die Trauben kleiner und die Schalen dicker; der Most ist somit konzentrierter. In kleinen Mengen werden auch Cabernet Sauvignon, Merlot, Malbec, Garnacha tinta und Albillo angebaut.
Qualitätsstufen
Siehe hierzu den Artikel Weinbau in Spanien
