Saale-Eiszeit

Die Saale-Eiszeit oder Riß-Eiszeit war die mittlere der in Nordeuropa und dem nördlichen Ost-, Mittel- und Westeuropa aufgetretenen Großvereisungen zwischen der älteren Elster-Eiszeit und der letzten, der Würm-/Weichsel-Eiszeit. Sie folgte der Holstein-Warmzeit und wird um 230.000 bis 130.000 Jahre vor heute datiert. Ihren Namen hat sie in Norddeutschland von der Saale, einem Nebenfluss der Elbe, während sie im Alpenraum nach der Riß, einem Donauzufluss benannt wurde. Die Saale-Eiszeit brachte in drei großen Vorstößen eine maximale Vereisung bis zum heutigen Leipzig mit sich und blieb damit im Süden etwas hinter der maximalen Vereisung durch die Elster-Eiszeit zurück. Im Westen jedoch schob sich das Inlandeis während des Drenthe-Stadiums weiter vor bis in die Gegend von Amsterdam, nach England und Irland. Der Saale-Eiszeit folgte die Eem-Warmzeit.

Siehe auch

See also: Saale-Eiszeit, Amsterdam, Donau, Eem-Warmzeit, Eiszeit, Elbe, Elster-Eiszeit, England, Irland (Insel), Leipzig