River Phoenix

River Phoenix (gebürtig River Jude Bottom; * 23. August 1970 in Madras, Oregon; † 31. Oktober 1993 in Hollywood, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Musiker. Er feierte bereits in jungen Jahren große Erfolge, galt als eines der vielversprechendsten Kinotalente der 1990er Jahre.

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Leben

Sein Vater (John Phoenix) war Zimmermann, seine Mutter (Heart Phoenix) Sekretärin. 1972 gehörte die Hippie-Familie zur religiösen Sekte Kinder Gottes. Sie lebte in Puerto Rico und Venezuela, wo der Vater als Sekten-Erzbischof eingesetzt war. Mit sieben Jahren verdiente Phoenix für die Familie Geld als Straßenmusiker in Caracas. 1977 verließ die Familie die Sekte, zog nach Los Angeles und änderte den Namen in Phoenix.

Seine Eltern bemühten sich, die Kinder beim Film unterzubringen. 1982 bis 1983 spielte Phoenix den 12-jährigen Guthrie in der TV-Serie Seven Bridges for Seven Brothers. 1985 gab er sein Filmdebüt in Explorers. Der Durchbruch gelang 1986 mit dem Film Stand By Me - Das Geheimnis eines Sommers, der in den USA zum Kassenschlager wurde. Es folgten Peter Weirs The Mosquito Coast (mit Harrison Ford) und Little Nikita, einen Familienfilm im Geheimdienstmilieu. 1988 wurde er für die Rolle des Danny Pope in dem Sidney-Lumet-Film Die Flucht ins Ungewisse als bester Nebendarsteller für den Oscar nominiert. 1989 übernahm er in Indiana Jones und der letzte Kreuzzug die Rolle des jungen Jones.

Als sein bester Film gilt My Private Idaho - Das Ende der Unschuld. Unter der Regie von Gus Van Sant spielte er 1991 an der Seite von Keanu Reeves den homosexuellen Stricher Mike Waters. Er drehte Sneakers, unterschrieb einen Vertrag für Dark Blood, stand auf der Besetzungsliste zu Interview mit einem Vampir. Dark Blood blieb unvollendet, in dem erst nach dem Tod des Jungschauspielers begonnenen Interview mit einem Vampir übernahm Christian Slater die Rolle des Journalisten, die ursprünglich für River vorgesehen war. Wenige Wochen nach dem tödlichen Zwischenfall kam mit Schweigende Zunge (Silent Tongue) ein letzter Film mit Phoenix in der Hauptrolle in die Kinos.

River Phoenix war außerdem Gitarrist und Sänger in der Band (Aleka's Attic), in der auch seine Schwester Rain spielte.

Er blieb der alternativen Erziehung seiner Eltern treu, war ein überzeugter Umwelt- und Tierschützer, lebte als Veganer. Als Kind wurde er dafür oft gehänselt. Er unterstützte die Tierschutzorganisation PETA, half bei Spendensammlungen, kaufte Regenwald in Puerto Rico.

Der junge Schauspieler brach 1993 nach einer Überdosis Heroin und Kokain (Speedball) im Nachtclub Viper Room in Los Angeles zusammen und starb wenig später im Cedars-Sinai Hospital an Herzversagen.

Er hatte vier Geschwister: Rain Joan of Arc, Joaquin Rafael, Libertad Mariposa und Summer Joy.

Literatur

Filmographie

Weblinks

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Personendaten
Phoenix, River
US-amerikanischer Schauspieler und Musiker
23. August 1970
Madras, Oregon
31. Oktober 1993
Hollywood, Los Angeles, Kalifornien


See also: River Phoenix, 1970, 1972, 1977, 1982, 1983, 1985, 1986