Riwne

120px|thumb|Lage der Oblast Riwne120px|thumb|Lage in der Oblast Riwne Riwne (ukrainisch Рівнe, russisch Ровно, Rowno) ist eine Stadt im Nordwesten der Ukraine zwischen Lemberg und Kiew und Hauptstadt des Oblasts Riwne mit 249.900 Einwohnern (Stand 1. Januar 2004). Durch Riwne verläuft die Europastraße 40.

Riwne ist Industriezentrum (Maschinen, Elektroapparate, Leinenindustrie) und kultureller Mittelpunkt des Gebietes mit Hochschulen, Theater und Museen. In der Nähe der Stadt befindet sich ein Kernkraftwerk.

Geschichte

Im Jahre 1282 wurde die Stadt zum ersten mal erwähnt. Seit 1457 gehörte sie zu Litauen, später zu Polen. Im 16. Jahrhundert war Riwne ein wichtiges Handelszentrum.

Bei der Zweiten Polnischen Teilung im Jahre 1793 wurde die Stadt und deren Umgebung Russland zugesprochen. Seit 1991 gehört sie zum unabhängigen Staat Ukraine.

Geiselnahme von Uelzen

Bekannt wurde Riwne im Jahr 2002 als dort die Flucht von drei deutschen Geiselnehmern unblutig endete. Die jungen Männer hatten in Wrestedt im Landkreis Uelzen eine Bank überfallen, zwei Frauen als Geiseln genommen und waren mit ihnen quer durch Europa geflohen. Eine Geisel konnte bei einem Tankstopp in Polen zu einem Polizeifahrzeug flüchten, die zweite wurde in Riwne freigelassen. Gut eine Stunde später stellten sich die Männer der ukrainischen Polizei. Die Täter, Artur F., Heinrich K. und Vitali H., drei junge Männer aus dem Raum Uelzen, saßen daraufhin sechs Monate lang in Kiew in Untersuchungshaft und wurden dann an Deutschland ausgeliefert.

See also: Riwne, 1282, 1457, 1793, 1991, 2002, Beresne, Deutschland