Flughafen Paris (Charles de Gaulle)

Dieser Artikel befasst sich mit dem Flughafen Charles de Gaulle. Weitere Pariser Flughäfen finden Sie unter Flughafen Paris.


<tr bgcolor="#FFFFFF"> <td>09L/27R <td>2700 m <tr bgcolor="#FFFFFF"> <td>08R/27R <td>2700 m <tr bgcolor="#FFFFFF"> <td>08L/27R <td>4215 m
Flughafenkenndaten
Aéroport Roissy-Charles-de-Gaulle
kein Bild vorhanden
IATA-Code CDG
ICAO-Code LFPG
Koordinaten 49°  0' 35" N
 2° 32' 55" O
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 26 km
Bahnanbindung TGV
Straße Autobahn A1
Betreiber Aéroports de Paris (ADP)
Daten
Fläche 3500 ha
Terminals 3
Airlines
Flugziele
Passagiere 50,9 Mio. (2004)
Luftfracht 1,5 Mio. t (2000)
Flugzeugbewegungen
Kapazität
(Passagiere pro Jahr)
Beschäftigte
Bahnsystem

<tr bgcolor="#FFFFFF">

<td>09R/27L <td>4200 m

Der internationale Verkehrsflughafen Charles de Gaulle (auch Roissy, Roissy-Charles de Gaulle) nordöstlich von Paris ist der größte Flughafen Frankreichs und Heimatbasis der Air France. Namensgebend war der französische General und Staatsmann Charles de Gaulle.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Nach siebenjähriger Bauzeit wurde der Flughafen 1974 eröffnet. Architekt war Paul Andreu. Ende der 1970er begannen die Bauarbeiten zum Terminal 2, das etwa fünf Kilometer entfernt von Terminal 1 liegt und aus sechs Hallen besteht.

1995 wurde der Bahnhof Gare TGV et RER eröffnet, eine lichte Glas- und Stahlkonstruktion. Er liegt an der TGV-Hochgeschwindigkeitsstrecke von Paris Richtung Osten. 1998 wurde das Terminal 2F eröffnet.

Unfälle

1975 stürzte eine DC-10 der Turkish Airlines kurz nach dem Start ab, alle Passagiere starben.

Am 25. Mai 2000 stieß eine Shorts 330 der Fluggesellschaft Stream Line mit einer Air Libert MD-80 zusammen. Alle Maschinen auf dem Flughafen waren mit französischen Crews besetzt und ihnen wurden auf französisch Anweisungen erteilt. So bekam die britische Crew der Stream Line nicht mit, dass eine andere Maschine eine Freigabe für die gleiche Startbahn bekommen hatte. Bei diesen Unfall starb der Co-Pilot der Stream Line. Der verletzte Pilot wurde noch vor der Entlassung aus dem Krankenhaus wegen Totschlages verhaftet. Die Polizei ließ ihn aber später wieder frei und begründete den Unfall durch die Nutzung der landesüblichen Sprache. Wenige Wochen zuvor hatte die Air France eine Versuchsphase gestartet, in der sie anordnete, dass der Flugfunk auf Englisch abgehalten werden sollte, statt des üblichen Französischs. Aufgrund aufgebrachter Bürger und dem zunehmenden politischen Druck wurde dieser Versuch nach acht Tagen abgebrochen. Die Öffentlichkeit war der Meinung, dass sich die Piloten von ihrer Muttersprache distanzieren würden. Bis heute (2004) wird mit französischen Piloten an französischen Flughäfen auf Französisch gesprochen, was immer noch häufig zu Problemen führt und nicht der Flugsicherheit dient.

Am 25. Juli 2000 hob eine Concorde auf dem Weg nach New York vom Flughafen Charles de Gaulle ab. Beim Start wurde ein Reifen von einem herumliegenden Metallteil zerfetzt, Gummibrocken rissen ein Loch in den linken Tragflächentank, der auslaufende Treibstoff entzündete sich und die linken Triebwerke fielen aus. Rund eine Minute nach dem Start stürzte die Maschine auf ein Hotel bei Paris. 113 Menschen kamen ums Leben (siehe auch Katastrophen der Luftfahrt).

Am 25. Juni 2003 wurde das 750 Millionen Euro teure Terminal 2E eingeweiht. Die Eröffnung erfolgte eine Woche nach dem vorgesehenen Fertigstellungstermin, nachdem eine Sicherheitskommision die Einwände der Gewerkschaft CGT für unbegründet hielt. Die CGT gab zu bedenken, dass das neue Terminal unter großem Zeitdruck fertiggestellt worden sei und möglicherweise einige Sicherheitsmängel aufweise. Die Grundform wird aus einem 650m langen Halbkreis gebildet. Architekt ist ebenfalls Paul Andreu. Der Anbau gilt als ein Prestigeobjekt.

Am 23. Mai 2004 kam es zum Einsturz eines Teils der Dachkonstruktion des Terminals 2E. Dabei starben vier Menschen. Das Unglück ereignete sich gegen 7.00 Uhr morgens. Ein größeres Unglück konnte verhindert werden, da im Vorfeld leichte Risse an der Konstruktion entdeckt wurden und der betroffene Bereich teilweise geräumt und abgesichert wurde.

Passagier- und Frachtaufkommen

Das Passagieraufkommen des Flughafens Charles de Gaulle betrug 2004 50,9 Millionen. Dies bedeutet eine Verdreiundzwanzigfachung seit 1974, als 2,2 Millionen Passagiere transportiert wurden. Er ist somit der drittgrößte Passagierflughafen Europas hinter London-Heathrow (67,3 Mio.) und dem Frankfurter Flughafen (51,1 Mio.).

Im Jahr 2000 wurden 1,5 Millionen Tonnen Güter befördert.

Terminals

Terminal 1

Terminal 2

Nach dem Einsturz der Dachkonstruktion bleibt die Halle 2E bis auf weiteres geschlossen, so dass Flüge dieser Gesellschaften in anderen Hallen abgewickelt werden.

Terminal 3 (T9)

Weblinks

Paris, Charles Flughafen Paris Charles de Gaulle

See also: Flughafen Paris (Charles de Gaulle), 1970er, 1974, 1975, 1995, 1998, 2000, 2003