Ronneburg (Thüringen)
| Wappen | Karte |
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| Wappen | 140px|Deutschlandkarte, Position von Ronneburg hervorgehoben |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Thüringen |
| Landkreis: | Greiz |
| Höhe: | 280 m ü. NN |
| Fläche: | 19,18 km² |
| Einwohner: | 5.577 (31.12.2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 291 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 07580 |
| Vorwahl: | 036602 |
| Kfz-Kennzeichen: | GRZ
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| Gemeindeschlüssel: | 16 0 76 061 |
| Stadtgliederung: | 4 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Markt 1-2 07580 Ronneburg |
| Offizielle Website: | www.ronneburg.de |
| E-Mail-Adresse: | stadt@ronneburg.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Manfred Böhme (CDU) |
Die thüringische Kleinstadt Ronneburg befindet sich im Landkreis Greiz.
| Inhaltsverzeichnis |
Geographie
Ronneburg liegt auf einer Höhe von 280 Metern und befindet sich nordöstlich der kreisfreien Stadt Gera. Am östlichen Stadtrand entspringt der Gessenbach, ein kleiner Zufluss der Weißen Elster.
Nachbargemeinden
Angrenzende Gemeinden sind Großenstein, Hilbersdorf, Kauern, Korbußen, Paitzdorf und Rückersdorf im Landkreis Greiz, die Stadt Gera sowie Löbichau und Posterstein im Landkreis Altenburger Land.
Stadtgliederung
Zu Ronneburg gehören Friedrichshaide, Grobsdorf und Raitzhain.
Geschichte
Ronneburg wurde 1209 als Besitz der Vögte von Weida erstmals erwähnt, gehörte ab 1244 zu Plauen und erhielt 1304 Stadtrecht. 1327 schloss Heinrich von Reuß den Ronneburger Vertrag ab, ein Bündnis mit anderen Vögten gegen die Wettiner. Nach dem darauf folgenden Krieg wurde Ronneburg wettinisches Lehen.
1517 wurde Ronneburg Eigentum der Wildenfelser, 1548 kommt es zu den Herzögen von Sachsen und 1826 zum Herzogtum Sachsen-Altenburg.
1766 wurden die ersten der bereits 100 Jahre zuvor entdeckten Heilquellen erschlossen. Der Kurort verlor jedoch noch vor dem Beginn des Uranerzbergbaus durch die SDAG Wismut 1953 an Bedeutung.
Von gewisser regional- aber auch wirtschafts- und sozialgeschichtlicher Relevanz ist der Ronneburger Schnallensturm von 1841, ein Aufstand der Ronneburger Weber gegen die zunehmende Automatisierung ihres Gewerbes. Anlass war der Versuch der Fa. Hennig & Volcker, mechanische Webstühle einzusetzen, der in deren Zerstörung durch die wütenden Handweber mündete. Vom Ronneburger Schnallensturm ist ein Lied überliefert, das Ronneburger Schnallenlied:
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thumb|left|Reuster Spitzkegelhalden bei Ronneburg (März 2004)
Während der DDR-Zeit war der Uranabbau der wichtigste Wirtschaftszweig der Region. Die Stadt Gera verdankt ihm einen nicht unerheblichen Teil ihres Wachstums. Zeitweise wurden 11 Prozent des weltweit abgebauten Urans in Ronneburg gefördert.
1990 wurde der Uranabbau eingestellt. Es wurde mit der Rekultivierung der Tagebaue begonnen. Diese Rekultivierungsmaßnahmen waren sogar EXPO-Projekt im Jahr 2000. Kennzeichen der Landschaft um Ronneburg sind derzeit noch die charakteristischen Spitzkegelhalden, deren Einebnung am 5. Juni 2004 begann und die in den nächsten Jahren komplett abgetragen werden sollen.
Ziel dieser Rekultivierungsmaßnahmen ist die Schaffung der so genannten Neuen Landschaft Ronneburg, die 2007 gemeinsam mit dem ebenfalls neu zu gestaltenden Stadtpark von Ronneburg Bestandteil der Bundesgartenschau sein soll. Auf diese Weise soll ein Gürtel von Grünflächen entstehen, der sich vom Zentrum von Gera bis ins Zentrum von Ronneburg erstrecken soll.
Einwohnerentwicklung
thumb|right|400px|Einwohnerentwicklung
Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg durch die Bergbauaktivität die Einwohnerzahl stark an. Der Grund für den ungewöhnlich starken Rückgang bis 1994 war unter anderem die in jenem Jahr erfolgte Ausgliederung von Naulitz, das nach Gera eingemeindet wurde.
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1955 31. Dezember):
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1831 bis 1955 |
1956 bis 1996 |
1997 bis 2004 |
- Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik
1 29. Oktober
2 31. August
Politik
Seit der Kommunalwahl vom 27. Juni 2004 setzt sich der Stadtrat wie folgt zusammen:
- CDU - 8 Sitze (36,0 %)
- PDS - 4 Sitze (21,4 %)
- SPD - 4 Sitze (18,3 %)
- FWGR - 4 Sitze (19,7 %)
- FDP - 0 Sitze (4,5 %)
Die Wahlbeteiligung lag bei 51,5 %.
Städtepartnerschaften
Wirtschaft und Infrastruktur
Ronneburg ist über die Anschlussstellen Raitzhain (Bild:AB-AS.png 60 Ronneburg) und Gera-Leumnitz (Bild:AB-AS.png 59) an die Bundesautobahn 4, die nördlich der Stadt entlangführt, angebunden. Durch die Stadt führt auch die Bundesstraße 7 und die Mitte-Deutschland-Verbindung.
Weblinks
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Koordinate: 50° 52' 0" N 12° 10' 60" O
