Roots-Reggae

Roots-Reggae ist eine besondere Art des Reggae, die stark von den spirituellen Ideen des Rastafarianismus geprägt ist. Die Liedtexte enthalten in erster Linie Lobpreisungen Gottes (Jah Rastafari) bzw. Haile Selassies.

Wiederkehrende Motive sind außerdem Armut und der Widerstand gegen Unterdrückung durch die Regierung. Der kreative Höhepunkt des Roots-Reggae waren wahrscheinlich die späten 1970er, als Interpreten wie Johnny Clarke, Horace Andy, Barrington Levy, und Lincoln Thompson sich mit Produzenten wie Lee Perry, King Tubby und Coxsone Dodd zusammentaten. Die experimentelle Pioniertätigkeit mit den damals durch die fehlenden technischen Mittel stark begrenzten Möglichkeiten gebar schließlich den Dub und wird von manchen Musikhistorikern als frühester Beitrag zur Entstehung des Techno gewertet.

Roots-Reggae war ein wichtiger Bestandteil der jamaikanischen Kultur, und obwohl er dort in seiner Popularität längst von anderen Richtungen des Reggae abgelöst wurde (z. B. Dancehall), hat er dennoch weltweit seine Nische erobert.

See also: Roots-Reggae, 1970er, Armut, Barrington Levy, Dancehall, Dub, Haile Selassie I. (Äthiopien), Jamaika, King Tubby, Lee Perry