Russische Raumfahrtbehörde
Die Russische Raumfahrtbehörde (russisch: Rosaviakosmos, Abk.: RAKA, neuer Name seit 2004: Roskosmos) hat ihren Sitz in Moskau im so genannten Sternenstädtchen. Ihre Raumfahrtbahnhöfe befinden sich in Plesetsk bei Archangelsk/Russland, das langfristig zur Hauptbasis ausgebaut werden soll und in Baikonur in Kasachstan als bisherige Hauptbasis mit einem Pachtvertrag, da es nach dem Zerfall der UdSSR im Ausland liegt. Als mögliche Alternative für Baikonur wurde Swobodny im Fernen Osten Russlands in Betracht gezogen. Eine Vielzahl von Raketenstarts erfolgte auch vom Starkomplex Kapustin Yar an der Wolga.
Lange Zeit unterhielt die Russische Raumfahrtbehörde die nach dem Absturz des amerikanischen "Skylab" einzige funktionierende Raumstation Mir, die trotz Finanzierungsschwierigkeiten sogar 10 Jahre länger als vorgesehen in Dienst stand, am Ende jedoch aufgegeben werden musste, da man sich auf die internationale Raumstation ISS konzentrieren wollte.
Russland beteiligt sich jetzt maßgeblich an der internationalen Raumstation ISS. Bemannte Raumfahrt wird mit Sojuskapseln durchgeführt. Trotz häufiger Pannen gilt die russische Raumfahrt insgesamt als sehr zuverlässig, da sich schwere Unfälle bisher nur 1960, 24. April 1967 und 30. Juni 1971 ereigneten.
Siehe auch: Raumfahrt
