Rösrath
| Wappen | Karte |
|---|---|
| 120px|Wappen der Stadt Rösrath | 140px|Karte Rösrath in Deutschland |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Regierungsbezirk Köln |
| Region: | Bergisches Land |
| Kreis: | Rheinisch-Bergischer Kreis |
| Fläche: | ca. 38,8 km² |
| Einwohner: | 28.941 (Stand 31.12.2004) |
| Postleitzahl: | 51503 |
| Vorwahl: | 02205 |
| Geografische Lage: | 50° 53' n. Br. 07° 10' ö. L. |
| Kfz-Kennzeichen: | GL
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| Gemeindeschlüssel: | 05 3 78 028 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Hauptstr. 229 51503 Rösrath |
| Website: | www.roesrath.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Dieter Happ (seit Oktober 1989) |
Rösrath ist eine junge Stadt südöstlich von Köln im Rheinisch-Bergischen Kreis. Die Stadtwerdung erfolgte am 1. Januar 2001. Rösrath grenzt unmittelbar an das Kölner Stadtgebiet und ist somit aus Kölner Sicht ein Tor zum Bergischen Land.
| Inhaltsverzeichnis |
Geographie
Durch Rösrath fließt die Sülz, ein Nebenfluss der Agger. Der Waldanteil am Stadtgebiet beträgt 50%. Die Stadt im Grünen erstreckt sich teilweise auf die Naturschutzgebiete Königsforst und Wahner Heide. In der Wahner Heide liegt auch der niedrigste Punkt mit 71,1 m ü. NN. Der Lüderich ist mit 260,2 m ü. NN die höchste Erhebung. Bis 1978 wurde am Lüderich ein Bleizinkerzbergwerk betrieben. Schon zur Römerzeit wurden hier nachweislich Bleierze abgebaut und verhüttet.
Stadtteile
- Forsbach
- Hoffnungsthal
- Kleineichen
- Rösrath
Geschichte
Der älteste Siedlungsplatz von Rösrath liegt im Stadtteil Forsbach. Bei Ausgrabungen in der Gemarkung "Im Brendgen" wurden 1937 neben zahlreichen mesolithischen Steinwerkzeugen (Mikrolithen) auch Pfostenlöcher gefunden, die auf eine mittelsteinzeitliche Besiedlung schließen lassen. Die ersten Siedlungsspuren finden sich also auf den Forsbacher Höhen. Erst später erfolgte die Trockenlegung und Besiedlung der sumpfigen Sülzniederungen Volberg und Rösrath.
Das heutige Hoffnungsthal wurde früher Volberg genannt. Die erste urkundliche Dokumentation von Vogelberhc (Volberg) findet sich im Prümer Urbar von 893, einem Güterverzeichnis des Benediktinerklosters Prüm in der Eifel. Der Name Hoffnungsthal geht zurück auf ein Hammerwerk mit der Bezeichnung Hoffnungsthaler Hammer. Aufgrund der hoffnungsvollen industriellen Entwicklung, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts einsetzte und die der bitterarmen Sülztalbevölkerung Brot und Arbeit vermittelte, wurde Volberg in Hoffnungsthal umbenannt.
Im Kriegsgefangenenlager "Hoffnungsthal" (heute: Rösrath-Stephansheide) waren 1940 zunächst französische und ab 1941 etwa 1200 polnische Kriegsgefangene untergebracht. Ein kleiner Friedhof am nahe gelegenen Kalmusweiher erinnert an diese Zeit. Heutzutage findet sich auf dem ehemaligen Lagergelände das "Kinder- und Jugenddorf Stephansheide".
Kleineichen ist eine Waldsiedlung, die erst in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden ist.
Rösrath wird zum ersten Mal im Jahr 1356 erwähnt und umfasst zu dieser Zeit nur ein paar Höfe. Volberg ist also wesentlich älter als der für die Stadt namengebende Ortsteil Rösrath.
Religionen
Augustiner-Eremiten begannen 1677 mit der Errichtung eines Klostergebäudes im Ortsteil Rösrath. Es folgte der Bau einer Kirche, einer Schule und die Anlage eines Friedhofs. Während im Ortsteil Rösrath erst ab 1853 eine eigenständige katholische Pfarre dokumentiert ist, gab es in Volberg (im heutigen Hoffnungsthal) bereits 893 eine Eigenkirche mit 11 Hufen, deren Abgaben an die Benediktinerabtei in Prüm im Prümer Urbar überliefert sind. Im 16. Jahrhundert wurde Volberg lutherisch, so wie auch die Nachbargemeinden Honrath, Seelscheid und Wahlscheid.
Lange Zeit bestand eine konfessionelle Trennung zwischen dem katholischen Rösrath und dem protestantischen Volberg. Erst 1956 wurde in Hoffnungsthal eine katholische Sankt-Servatius-Kirche eingeweiht. Durch den starken Bevölkerungszuwachs während und nach dem Zweiten Weltkrieg fanden viele Kriegsflüchtlinge in Hoffnungsthal eine neue Heimat. Dies führte schließlich zu der heutigen guten Mischung der Konfessionen.
Einwohnerentwicklung
Einwohnerentwicklung Rösrath 1939-2004
Wappen
Das Stadtwappen geht zurück auf das Siegel des alten bergischen Landgerichts zu Volberg, zuständig für das Botenamt Volberg im Herzogtum Berg. Im oberen Teil des Wappens sieht man den roten bergischen Löwen mit blauer Krone und Zunge sowie blauen Krallen, so wie er in vielen Wappen im Rheinisch-Bergischen Kreis enthalten ist. Ein Jagdhorn auf grünem Grund im unteren Teil des Wappens symbolisiert den Königsforst, ein beliebtes Jagdgebiet der Herzöge von Berg.
Städtepartnerschaften
Rösrath unterhält eine Städtepartnerschaft mit folgenden Städten:
- Veurne (Belgien), seit 1974
- Chavenay (Frankreich, Yvelines), seit 1998
- Crespières (Frankreich, Yvelines), seit 1998
- Feucherolles (Frankreich, Yvelines), seit 1998
- Saint-Nom-La-Bretèche (Frankreich, Yvelines), seit 1998
Verkehr
Anbindung an die Autobahn A 3: Einseitig ausgerichtete Auf- und Abfahrt, die den Verkehr nach und von Köln aufnehmen.
Rösrath liegt an der KBS 459, die von der Regionalbahn RB25 bedient wird, die Köln mit Rösrath, Overath, Gummersbach und Marienheide verbindet. Die Bahnfahrt vom Rösrather Bahnhof bis zum Kölner Hauptbahnhof dauert etwa 20 Minuten.
Die stillgelegte Strecke der ehemaligen Sülztalbahn ist heutzutage noch deutlich erkennbar an der alten Bahntrasse von Bensberg durch den Königsforst nach Rösrath. Die Bahntrasse wird jetzt als Rad- und Wanderweg genutzt. Im weiteren Verlauf wurde die Strecke zwischen Hoffnungsthal und Untereschbach überwiegend zum Straßenbau verwendet.
Der Flughafen Köln-Bonn liegt ca. 15 Autominuten entfernt.
Bildung
In Rösrath gibt es neben drei Gemeinschaftsgrundschulen (in den Stadtteilen Forsbach, Hoffnungsthal und Rösrath) auch eine katholische Grundschule (im Stadtteil Rösrath). Hauptschule, Realschule und Gymnasium sind in einem Schulzentrum zusammengefasst. Durch einen Zweckverband der Nachbarstädte Rösrath und Overath werden die Bildungsangebote einer Volkshochschule, einer Musikschule sowie einer Sonderschule für Lernbehinderte ermöglicht. Von regionaler Bedeutung ist die Rheinische Schule für Körperbehinderte Rösrath. Überregional bekannt ist die Akademie Rheinischer Genossenschaften in Forsbach, eine Fortbildungsstätte für Bankfachleute.
Wahrzeichen
Das Torhaus von Schloss Eulenbroich ist quasi das Wahrzeichen der Stadt. Dieses Rösrather Tor zum Bergischen Land wird u.a. als Logo auf den Briefköpfen und Internetseiten der Stadt Rösrath verwendet. thumb|Rösrath, Schloss Eulenbroich, Torhaus
Ehrenbürger
- 1997: Karlheinz Krakau, Bürgermeister 1975 - 1989
- 1997: Erwin Schiffbauer, Bürgermeister 1964 - 1972, Gemeindedirektor 1972 - 1984
Literatur
- Klaus-Dieter Gernert, Helmut Wolff u.a. (Hrsg.): Chronik der Gemeinde Rösrath. Rösrath 1993:
- Band: Volberg - Von den Anfängen bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. ISBN 3-922413-35-8
- Band: Rösrath - Von der Franzosenzeit bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. ISBN 3-922413-36-6
Weblinks
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