Rudi Paret
Rudi Paret (* 3. April 1901 in Wittendorf; † 31. Januar 1983 in Tübingen) war ein bekannter Philologe und Islamwissenschaftler, von dem die in Wissenschaftskreisen ausschlagebende Übersetzung des Korans in Deutsche stammt.
Rudi Paret promovierte 1924 an der Universität Tübingen mit einer Arbeit über einen arabischen Volksroman und habilitierte im Jahre 1926 ebenfalls in Tübingen für Orientalistik. Seine wissenschaftliche Karriere führte ihn 1930 an die Universität Heidelberg und 1940 an die Universität Bonn, wo er den Lehrstuhl für Lehrstuhls für Semitistik und Islamkunde berufen wurde. Von 1941 an diente er als Dolmetscher für Arabisch im deutschen Afrikakorps, anschleißend geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft. 1951 kehrte er nach Tübinger zurück und übernahm den dortigen Lehrstuhl für Semitistik und Islamkunde. 1968 wurde er emeritiert.
Bekannt ist Rudi Paret heute vor allem durch seine 1962 erstmals erschienene Koranübersetzung, die in der Wissenschaft bis heute die maßgebliche deutsche Übersetzung ist. Paret verwendetet dabei das erste Mal Methoden, wie sie ihm aus der historisch-kritischen Forschung an der biblischen Überlieferung bekannt waren. Die Übesetzung ist mit wissenschaftlicher Präzision durchgeführt worden, worunter jedoch die Lesbarkeit für den Laien leidet.
Werke
- (Übers.): Der Koran. - Stuttgart : Kohlhammer, 2004. - ISBN 3-17-018328-1
- (Übers.): Der Koran. - Berlin : Directmedia, 2004. - ISBN 3-89853-446-4 (CD-ROM)
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Paret, Rudi |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | Koranübersetzer |
| GEBURTSDATUM | 1901 |
| GEBURTSORT | |
| STERBEDATUM | 1983 |
| STERBEORT | |
