Rudolf I. (Baden)
Markgraf Rudolf I. von Baden (* um 1230; † 19. November 1288) war regierender Markgraf von Baden.
Er war regierender Markgraf von (1250 - 1288). Die Söhne von Hermann V., Hermann VI. und Rudolf I., übernahmen zunächst gemeinsam das väterliche Erbe, bis Hermann VI. 1247 nach seiner Einheirat ins österreichische Herzogsgeschlecht dorthin zog und Rudolf I. die Alleinherrschaft über die Markgrafschaft Baden überließ.
Rudolf I. ist der Sohn von Markgraf Hermann V. von Baden und der Pfalzgräfin Irmengard bei Rhein (* um 1200; † 24. Februar 1260), die Tochter von Heinrich I. bei Rhein, genannt der Lange.
1240 heiratet Kunigunde von Eberstein den Markgrafen Rudolf I. von Baden. Da die Ebersteiner bereits zu dieser Zeit kaum mehr finanziellen Mittel aufbringen konnten, vermachen Sie die Hälfte der Burg Rudolf I. von Baden. 1283 wird dann die andere Hälfte der Burg Alt-Eberstein durch Otto II. von Eberstein an seinen Schwager Markgraf Rudolf I. von Baden verkauft und die Burg Alt-Eberstein wird im 14. Jahrhundert teilweise Sitz der Markgrafen von Baden. Im Jahre 1250 beginnt Rudolf I. mit dem Ausbau des Schosses Hohenbaden. Am 23. August 1258 verlieh König Richard von Cornwall auf Bitten des Markgrafen Rudolf I. von Baden dem Ort Steinbach Stadtrechte. Die Herren von Weißenstein verkaufen 1268 ihre Burg Liebeneck zusammen mit dem Dorf Würm dem Markgrafen Rudolf I. von Baden.
Rudolf I. war in viele kriegerische Streitereien mit den Grafen von Württemberg um badische Gebiete und mit dem Bischof von Straßburg wegen der Rheinzölle verwickelt. Erst durch eine spätere Heirat eines der Söhne Rudolfs kam des mit den württembergischen Grafen zur Aussöhnung.
Rudolf I. gilt als Förderer von Kirchen und Klöster, so gehen das 1250 erbaute Seitenschiff und der Katharinenchor mit seinen berühmten Fresken des Bickesheimer Wallfahrtsortes St. Bernhard auf ihn zurück. Als Liebhaber von Kunst und Minnesang wurde er von Beppo von Basel als frommer und mildtätiger Mensch gepriesen.
Seine Gebeine liegen im Kloster Lichtenthal.
Ehe
Am 20. Mai 1257 heiratet Rudolf I. Kunigunde von Eberstein, (* um 1230; † 12. April 1284/90 in Lichtental), die Tochter des Grafen Otto von Eberstein. Aus dieser Ehe gehen folgende Kinder hervor:
- Hermann, (* 1266; † 12. Juli 1291); später regierender Markgraf
- Rudolf, († 14. Februar 1295)
- Hesso, (* um 1268; † 14. Februar 1295)
- Rudolf, († 2. Februar 1332)
- Kunigunde, (* um 1265; † 22. Juli 1310); heiratete vor 20. Dezember 1281 den Grafen Friedrich VI. von Zollern († um 4. Mai 1298)
- Adelheid, († 18. August 1295); Äbtissin im Kloster Lichtenthal
- Kunigunde, († 1310/1315); heiratete am 27. März 1293 den Grafen Rudolf II. von Wertheim
- Irmgard, (* um 1270; † 8. Februar 1320); heiratete am 21. Juni 1296 den Grafen Eberhard I. von Württemberg, der Erlauchte (* 13. März 1265 in Stuttgart; † 5. Juni 1325 in Stuttgart)
Siehe auch:
| Vorgänger Hermann V. | Markgraf von Baden 1268-1288 | Nachfolger Hermann VII. |
Baden, Rudolf I. von Baden, Rudolf I. von Baden, Rudolf I. von
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Baden, Rudolf I. von |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | Markgraf von Baden |
| GEBURTSDATUM | um 1230 |
| GEBURTSORT | |
| STERBEDATUM | 19. November 1288 |
| STERBEORT | |
