Rudolf Wissell

Rudolf Wissell (* 9. März 1869 in Göttingen; † 13. Dezember 1962 in Berlin) war Reichswirtschaftsminister und Reichsarbeitsminister für die SPD in der Weimarer Republik.

Rudolf Wissel trat 1888 der SPD bei. Er war bis 1900 als Maschinenbauer bei der Kaiserlichen Torpedowerkstatt und bei Bohn und Kähler in Kiel tätig. Von 1901 bis 1908 war er Gewerkschaftsfunktionär in Lübeck, und dort auch ab 1905 Mitglied der Bürgerschaft. Ab 1908 war Wissel Mitglied des Zentralarbeitersekretariats der Gewerkschaft in Berlin.

1918 und von 1920 bis 1933 war er Reichstagsabgeordneter.

Zusammen mit Gustav Noske saß er 1918 im Rat der Volksbeauftragten.

Vom Februar bis Juli 1919 war Rudolf Wissel der erste Wirtschaftsminister der Republik und trat für eine „zugunsten der Volksgemeinschaft planmäßig betriebene und gesellschaftlich kontrollierte Volkswirtschaft“ ein. Damit blieb er erfolglos und trat zurück. Als anerkannter Sozialpolitiker war er von 1919 bis 1924 Vorstandsmitglied der ADGB

In den Jahren 1928-1930 gehörte Wissel als Reichsarbeitsminister zum so genannten Kabinett der Persönlichkeiten. Angesichts der Weltwirtschaftskrise tritt er der Streikbewegung entgegen.

1929 erhält er die Ehrendoktorwürde der Universität Kiel.

1933 wird Wissel für zwei Monate verhaftet und lebt danach bis 1945 in der inneren Emigration in Berlin. Nach 1945 ist er wieder in der Berliner SPD aktiv.

1949 wird Wissel zum Ehrenbüger Berlins ernannt und erhält 1954 das Große Bundesverdienstkreuz.

Werke

Weblinks

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Personendaten
Wissell, Rudolf
Reichsminister der SPD in der Weimarer Republik
9. März 1869
Göttingen,
13. Dezember 1962
Berlin

See also: Rudolf Wissell, 13. Dezember, 1869, 1888, 1900, 1901, 1905, 1908, 1918