Rumänische Ethnogenese

Die rumänische Ethnogenese

Eine bis heute in der Wissenschaft und Politik umstrittene Frage ist, was in den Jahrhunderten nach 271 im vormals römischen Dakien passiert ist. Drei Hypothesen werden in diesem Zusammenhang angeführt:

  1. Es wurden nicht nur die römischen Truppen abgezogen, sondern auch die Bevölkerung über die Donau etwa ins heutige Serbien evakuiert. Damit wäre der Boden des heutigen Rumäniens bis zur Einwanderung zunächst von Slawen, dann von Ungarn weit gehend unbesiedelt gewesen.
  2. Es wurde nur die römische Armee sowie die staatliche Verwaltung zurückgezogen, die restliche Bevölkerung blieb in Dakien.
  3. Der dako-romanischen Kontinuitätstheorie zu Folge hat sich die romanisierte dakische Bevölkerung nach Abzug der römischen Truppen und Verwaltung in das Gebirge zurückgezogen und dort die Zeiten der Wandervölker überstanden. Die kleinen Herrschaftsbildungen des Hochmittelalters in Siebenbürgen sind deren Verdienst die durch ungarische Eroberer zerstört wurden. Die bereits christianisierte frührumänische Bevölkerung ist in der Folge in Abhängigkeit der ungarischen Eroberer gekommen.

Argumente zugunsten der ersten Hypothese:

Argumente zugunsten der zweiten Hypothese:

Ein Politikum wurde aus der Frage durch den Zankapfel Siebenbürgen. Aus nahe liegenden politischen Gründen wurde die erste Hypothese hauptsächlich von ungarischen Forschern vertreten. Damit wäre nämlich der ungarische Anspruch auf Siebenbürgen sozusagen aus der Frühzeit bekräftigt worden. Andererseits wird die Idee der Kontinuität erst seit dem 18. Jhd. von der rumänischen Geschichtsschreibung ins Feld geführt. Umgekehrt vertraten rumänische und internationale Forscher aus dem entgegen gesetzten Blickwinkel stets den zweiten Standpunkt.

Die Kontinuität wird bejaht in:

Wissenschaftlich-neutrale Darstellung:


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Rumänen

See also: Rumänische Ethnogenese, Albanische Sprache, Aromunen, Aromunische Sprache, Dacia (Provinz), Griechenland, Istrien, Istrorumänische Sprache, Kosovo