S-Bahn

100px|right|S-Bahn-Logo

Der Begriff S-Bahn wurde erstmals am 1. Dezember 1930 in Berlin, nach der Elektrifizierung der Stadt-, Ring- und Vorortbahnen als Kurzbegriff für Stadtschnellbahnen verwendet.

Eine S-Bahn (Schnellbahn oder Stadtschnellbahn im engeren Sinne) ist eine Eisenbahn, die dem städtischen Nahverkehr und dem Vorortverkehr dient und sich durch hohe Leistungsfähigkeit und einen Taktfahrplan mit dichter Zugfolge auf der Stammstrecke auszeichnet. In Deutschland fahren S-Bahnen in den Hauptverkehrszeiten im Kernbereich mindestens alle 20 Minuten.

Erreicht wird dies beim Fahrweg durch einen zumeist eigenen Bahnkörper, beschleunigungsstarke, elektrische Triebfahrzeuge mit vielen Türen und durch stufenlose Einstiege. Erkennungszeichen in Deutschland ist das weiße S auf grünen Kreis. Ähnlich dem Begriff Stadtbahn ist S-Bahn allerdings mittlerweile mehr eine Marketingbezeichnung als eine scharf abgrenzbare technische oder juristische Bezeichnung. In der Schweiz werden S-Linien in schwarzer Schrift auf weißem Hintergrund dargestellt.

Während die ersten S-Bahnen in Berlin und Hamburg noch weitgehend getrennt vom übrigen Bahnverkehr fuhren (eigener Gleiskörper, eigenes Stromsystem - Stromschiene und Gleichstrom statt Wechselstrom über Oberleitung) haben sich diese Unterschiede spätestens seit der Einführung der Münchner S-Bahn Ende der 60er Jahre weitgehend verwischt. So verkehren viele auf den Außenästen auf regulären Bahnstrecken und haben mit Ausnahme von Berlin und Hamburg das gängige Stromsystem. Teilweise werden mittlerweile auch lokbespannte Züge verwendet, die sich von regulären Nahverkehrszügen kaum unterscheiden.

In Anlehnung an den Begriff S-Bahn sind zahlreiche ähnliche Bezeichnungen entstanden, etwa der Name R-Bahn für Regionalbahnen, die nicht den S-Bahn-Kriterien entsprechen.

Der in Frankreich und in der Westschweiz verwendete Begriff RER (Réseau express régional) kommt der S-Bahn sehr nahe.

Abgrenzung

[[Bild:S-Bahn_Berlin_Baureihe_481.jpg|thumb|Triebwagen der ]]

Von der U-Bahn unterscheiden sich die S-Bahnen dadurch, dass sie sich aus der klassischen Eisenbahn heraus entwickelt haben. Dies zeigt sich auch daran, dass sie häufig von den staatlichen Eisenbahnen oder von ihren Tochterfirmen betrieben werden. Im Gegensatz zur U-Bahn haben S-Bahn-Strecken meist eine Vielzahl von Linienverzweigungen. Die Linien von verschiedenen Ästen laufen hierbei auf eine oder mehrere Stammstrecken zusammen, wo sich eine dichte Zugfolge bildet.

Im Vergleich zur Regionalbahn weist die S-Bahn eine höhere Leistungsfähigkeit, aber auch kürzere Bahnhofsabstände auf. Sie wird oft unabhängig von den übrigen Verkehren auf eigenen Gleisen geführt, aber auf den äußeren Abschnitten fahren S-Bahn-Züge auch gemeinsam mit dem übrigen Eisenbahnverkehr auf den gleichen Gleisen.

Tatsächlich ist aber der Übergang zur Regionalbahn, zur U-Bahn oder sogar zur Stadtbahn/Straßenbahn fließend.

Siehe auch


Kategorie:ÖPNV !S-Bahn Kategorie:Schienenfahrzeug

See also: S-Bahn, 1. Dezember, 1930, Baureihe 481, Eisenbahn, Liste der Städte mit S-Bahnen, Nahverkehr, Regionalbahn, S-Bahn Berlin, S-Bahn Hamburg