Saarländische Sagen und Legenden

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Im Saarland gibt es zahlreiche Sagen und Legenden. Dieser Artikel versucht einen Überblick zu geben.

Inhaltsverzeichnis

Attilas Grab

Der Hunnenkönig Attila starb plötzlich und unerwartet in der Rheingegend an einem Blutsturz. Um den Leichnam vor Schändungen zu schützen, brach ein Trupp von Hunnen nach Westen auf, um ihren König in einer einsamen Gegend auf einem Berg zu bestatten. Im Tal der Blies zogen 16 Krieger allein mit dem goldenen Sarg weiter und begruben Attila im Bettelwald bei Ommersheim. Als sie zum Haupttrupp zurückkamen, wurden sie alle erschlagen, damit niemand das Geheimnis des Grabes verraten könne.

Eine ander Sage vermutet das Grab Attilas bei Berus.

Der geizige Bäcker

An der Schlossmauer in Saarbrücken befindet sich die steinerne Fratze eines Wasserspeiers. Der Sage nach soll es sich um einen geizigen, reichen Bäcker handeln, der die Armen während einer Hungersnot schroff zurückwies. Die Fürstin hörte davon, verkleidete sich als Bettlerin und wurde ebenfalls abgewiesen. Zur Strafe und Abschreckung wurde der Kopf des geizigen Bäckers als Schmutzwasserspeier an der alten Brücke angebracht und später in die Schlossmauer versetzt.

Der Maldit im Köllertal

Der Freiherr von Maldit (oder als Maltitz, Baldix, Maldix und Maldiß bekannt) war gräflicher Ober-Rüdenmeister, verantwortlich für die herrschaftlichen Treibjagden und besonders streng den bäuerlichen Treibern gegenüber. Dabei wurden sogar kleinste Nachlässigkeiten mit schweren Schlägen oder Gefängnis geahndet. Eines schönen Tages rief er die Bauern zur Treibjagd im Köllertal, als die Glocke zur Messe läutete. Die Bauern baten, zur Kirche gehen zu dürfen, doch der Maldit lachte sie nur aus. Als er mit einem Saufänger (Saufeder) auf einen Alten einschlug, der ihn an seine Christenpflichten erinnert hatte, erhob sich eine Windsbraut und eine gewaltige Wildsau brach aus dem Wald. Sie unterlief den Maldit und verschwand mit dem angeketteten Maldit auf dem Rücken im Wald. Seitdem spukt er als wilder Jäger durch die Lüfte. Er wurde zuletzt 1866 am alten Schloss in Püttlingen gesichtet.

Ritter Maldix vom Litermont

Ritter Maldix, Sohn Margaretes vom Litermont, war ein wilder Jäger. Im Jahr 1429 wollte er am heiligen Karfreitag in den frühen Morgenstunden vor Sonnenaufgang eine Treibjagd im Nalbacher Herrenwald veranstalten. Er entdeckte einen großen schwarzen Hirsch und hetzte ihn durch den Wald auf den Litermont. An einer Schlucht kann Ritter Maldix sein Pferd nicht mehr zügeln und stürzt in den Tod. Im Sturmwind hört man Maldix noch heute durch das Nalbacher Tal brausen.

Die saarländischen Heiligen

Siehe Arnual, Ingbert, Liutwin, Oranna und Wendelin.

Pilatus in Pachten

Nachdem Pontius Pilatus Jesus zum Tode verurteilt hatte, wurde er verklagt, nach Rom zurückberufen und nach Gallien verbannt. Er kam nach Pachten an der Saar, wo er im Jahr 41 durch Selbstmord starb. Er stürzte sich in sein Schwert und wurde so begraben, wie er aufgefunden wurde: auf "Maul und Nas". Noch heute hört man nachts seinen Ruf: "Ich bin unschuldig am Blut dieses Gerechten."

Der Pfifferjakob

Ein Fürst kam am Haus des Pfifferjakob vorbei, in dessen Fenster ein großer Käfig mit bunten Vögeln stand, die wunderschön pfiffen. Der Fürst kaufte die Vögel für einen Haufen Geld. Allein, die Vögel pfiffen nicht, und so ließ der Fürst den Pfifferjakob kommen. Der bat den Fürsten, den Raum zu verlassen, und siehe da, die Vögel pfiffen schöner als zuvor. Kaum war der Pfifferjakob fort, wiederholte sich die Geschichte, und der Fürst verlor das Interesse an den Tieren. Als er sie später wiedersah, hatten sie sogar ihre Farbe verloren und waren nicht mehr als graue Sperlinge. Der Pfifferjakob wurde zu Spießrutenlaufen verurteilt. Ein letzter Wunsch wurde ihm gewährt: er wünschte sich, laufen zu dürfen, wie er wolle. So geschah es: er lief im Zickzack um die Spießrutenschläger herum, so daß er nicht getroffen wurde.

Der Teufel am Hunnenring

In einem versiegten Brunnen im Hunnenring soll eine goldene Kutsche vergraben sein, nach der einst zwei Männer gruben. Sie fanden die Kutsche tatsächlich. Als sie nach der goldenen Deichsel griffen, sah der eine nach oben und erblickte den Teufel, der einen Mühlstein an einem Faden über den Männern schweben ließ. Erschrocken ließen die beiden los, die Kutsche verschwand und ward nie wieder gesehen.

Die Varussage

Virus Varus, römischer Statthalter in Trier, ein erklärter Christenfeind, schloß mit dem Teufel eine Wette ab: während er mit einem Sechsgespann den Schaumberg hinaufgaloppierte, sollte der Teufel ebenso schnell den Weg vor ihm pflastern, indem er das Pflaster hinter dem Gespann wegriss und vorne neu verlegte. Varus verlor die Wette und wurde vom Höllenfürsten an Ort und Stelle gebannt. Die Deichsel des goldverzierten Wagens soll nach oben gerichtet so dicht unter dem Erdboden liegen, dass ein Hahn sie freischarren könnte, wenn er nur wüsste wo. Ein kopfloses Pferd soll im Wareswald (Varus-Wald) spuken.

Literatur

Weblinks

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