Sabotage
Als Sabotage bezeichnet man einen Vorgang, der die Störung eines wirtschaftlichen oder militärischen Ablaufs hervorruft - zur Erreichung eines bestimmten (oft politischen) Zieles. Im alltäglichen Sprachgebrauch ist mit Sabotage oft auch die gewaltsame Zerstörung von Gerät, Maschinen oder anderen Dingen zugunsten eines höheren Zweckes gemeint (Gewalt gegen Sachen). Menschen, die Sabotage betreiben, werden als Saboteure bezeichnet.
Das Wort Sabotage entstand wahrscheinlich durch die Tatsache, dass französische Arbeiter ihre Holzschuhe (frz. "sabot") in die Mäh- und Dreschmaschinen warfen, um gegen die immer weiter fortschreitende Mechanisierung ihrer Arbeit zu kämpfen oder um sich eine Auszeit zu nehmen, bis die Maschinen repariert waren, wenn dieses überhaupt noch möglich war. Aus diesem Grund wurde der Sabot als ein Symbol der anarchistischen ArbeiterInnen benutzt.
Siehe auch: Maschinenstürmer, Subversion
Literatur
- Emile Pouget, Le sabotage (1913). notes et postface de Grégoire Chamayou et Mathieu Triclot, Mille et une nuit, 2004, engl. Sabotage, ISBN 0898754593, Paperback, 112pp, University Press of the Pacific 2001
- Sabotage. ArbeiterInnen aus den USA erzählen ihre Version des alltäglichen Klassenkampfes,Verlag: Sisina, Berlin1993, ISBN 3-929933-00-4
