Sächsische Weinstraße

Die Sächsische Weinstraße verläuft durch das einzige Weinbaugebiet in Sachsen und ist rund 60 km lang. Sie liegt rechtselbisch zwischen Pirna und Diesbar-Seußlitz entlang von nennenswerten Weinbergen in Dresden-Pillnitz, Radebeul, Meißen und den Elbweindörfern. Durch die sehr gute Verkehrsanbindung erreicht man alle sehenswerten Punkte Dresdens und seiner Umgebung.

[[Bild:Elbweind.JPG|thumbnail|Blick von einem Weinberg bei Zadel auf die Silhouette von Meißen mit Dom und Albrechtsburg]]

Mit seinen rund 400 Hektar Rebfläche ist das Weinbaugebiet Sachsen das kleinste zusammenhängende Weinbaugebiet in Deutschland. Bemerkenswert sind an der Sächsischen Weinstraße neben den Weinbergen das von Canaletto gemalte, historische Stadtzentrum von Pirna, der Barockgarten Großsedlitz (linkselbisch bei Heidenau), das Schloss Pillnitz, die Weinbergkirche und die ehemalige Königliche Weinpresse in Pillnitz, die Kirche Maria am Wasser in Hosterwitz, eine einzig übrig gebliebene so genannte Winzersäule und Denkmale zur Verkehrsgeschichte (das "Blaue Wunder", die Standseilbahn und die Schwebebahn) in Loschwitz, die Elbweinschlösser, das Schloss Wackerbarth in Radebeul, der Meißner Dom, die Albrechtsburg und die Porzellanmanufaktur in der Elbestadt sowie die von George Bähr erbaute Dorfkirche in Diesbar-Seußlitz.

Dass trotz der nördlichen Lage (nördlich 51 Grad nördlicher Breite) gute Weine angebaut werden, ist dem günstigen Klima im Elbtal und den Lössböden zu verdanken. Zeitweise vorherrschendes kontinentales Klima im Sommer und Herbst ermöglicht eine lange Sonnenscheindauer. Die bevorzugt angebauten Rebsorten sind neben dem Goldriesling, einer nur hier angebauten Rebe, Weißburgunder, Traminer, Müller-Thurgau, Elbling, Bacchus, Riesling, Scheurebe und Ruländer (=Grauburgunder). Erwähnenswert ist ebenfalls die Produktion von Sekt.

Über 800 Jahre werden hier Weine angebaut. Der Weinanbau geht zurück auf den Bischof Benno von Meißen. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert vernichtete die Reblaus einen Großteil der Weinstöcke und Bodenspekulation tat ihr Übriges zum fast vollständigen Niedergang des Weinbaus. Heute ist der größte Weinbauer die Sächsische Winzergenossenschaft Meißen, der mehr als 2.000 (meist nebenberufliche) Winzer mit kleiner Rebfläche angehören. Daneben gibt es ein staatliches Weingut (Schloss Wackerbarth Radebeul) und 15 private Weingüter. In mehreren Straußwirtschaften bzw. Besenwirtschaften wird angezeigt, dass Wein ausgeschenkt wird. Der Winzerchor aus Meißen hat sich dem Liedgut rund um den Wein verschrieben und singt auf Winzervergnügen und Weinfesten Trink- und Volkslieder.

Parallel zur Sächsischen Weinstrasse verläuft der Sächsische Weinwanderweg.

Weblinks


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See also: Sächsische Weinstraße, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, Bacchus, Barockgarten Großsedlitz, Benno von Meißen, Bernardo Belotto, Besenwirtschaft, Blaues Wunder, Deutscher Wein