Salicylsäure

Strukturformel
Bild:Salicylsäure.png
Allgemeines
Name Salicylsäure
Summenformel C7H6O3
Andere Namen 2-Hydroxybenzoesäure
Kurzbeschreibung Weißes Pulver
CAS-Nummer 69-72-7
Sicherheitshinweise
Bild:Gefahrensymbol_X.png
Xn - Gesundheitsschädlich
R- und S-Sätze R 22,36/38
S 26,28,39
HandhabungSchutzmaßnahmen: Handschuhe, Atemschutz o.ä.
LagerungTemperaturbereich, Belüftet, trocken o.ä.
MAK Maximale Arbeitsplatzkonzentration ml/m3
LD50 (Ratte)891 mg/kg
LD50 (Kaninchen)>10 g/kg
Flammpunkt 157 °C
Physikalische Eigenschaften
Aggregatzustand fest
Farbe farblos
Dichte 1.44 g/cm³
Molmasse 138.12 g/mol
Schmelzpunkt 159 °C
Siedepunkt 211 °C 20 mm Hg
Sublimation 70 °C ?? mm Hg
Dampfdruck 27 hPa (211°C)
Weitere Eigenschaften
Löslichkeit 2 g/l (Wasser bei 20 °C)
Gut löslich in Ethanol, Ether, Aceton
Schlecht löslich in Wasser (kalt)
Unlöslich inLösungsmittel
pKs-Wert 2.97
Kristall
Kristallstruktur Gittertyp angeben
Thermodynamik
ΔfH0g in kJ/mol
ΔfH0lin kJ/mol
ΔfH0sin kJ/mol
S0g, 1 barin J/(mol · K)
S0l, 1 barin J/(mol · K)
S0sin J/(mol · K)
Analytik
Klassische VerfahrenMit Fe3+ Bildung eines violetten Chelats, Vitali-Morin-Reaktion, Chromotropsäure-Reaktion, Decarboxylierung zu Phenol

SI-Einheiten wurden, wo möglich, verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, wurden Normbedingungen benutzt.


Salicylsäure (o-Hydroxybenzoesäure) kommt in Form ihres Methylesters in ätherischen Ölen und als Pflanzenhormon in den Blättern, Blüten und Wurzeln verschiedener Pflanzen vor. Ihren Namen bekam sie, da sie früher vor allem aus der Rinde verschiedener Weiden (wissenschaftlich Salix spec.) gewonnen wurde.

Sie ist auch unter dem Namen Spirsäure bekannt, da sie aus dem Saft der Spirstaude (lateinisch: Spiraea ulmaria, deutsch: Mädesüß, einer Staude aus der Familie der Rosengewächse, die vorwiegend auf Nasswiesen wächst) gewonnen werden kann. Von der Bezeichnung Spirsäure leitet sich auch der Markenname Aspirin ab: A(cetyl)-spir(säure)-in.

Technisch wird sie durch die Kolbe-Schmitt-Synthese aus Kohlenstoffdioxid und Natriumphenolat hergestellt. Diese künstliche Herstellung hat die Gewinnung aus Weidenrinde weitestgehend verdrängt.

Sie dient zur Herstellung von Farb- und Riechstoffen und der Acetylsalicylsäure (bekannt unter dem Markennamen Aspirin), die als schmerzstillendes und entzündungshemmendes Medikament Verwendung findet. Da Salicylsäure hautauflösend ist, wird es auch als Keratolyticum, etc. in der Behandlung von Hühneraugen und Warzen verwendet. Außerdem hat sie eine Bakterien abtötende Wirkung, ihr Einsatz als Konservierungsmittel ist allerdings verboten.

Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!


Kategorie:Arzneistoff Kategorie:Chemische Verbindung

See also: Salicylsäure, Aceton, Acetylsalicylsäure, Aggregatzustand, Aspirin, Bakterizid, Blatt (Pflanze), Blüte (Botanik), CAS-Nummer